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Teriflunomid

Marina Neuser, 53 Jahre alt

MS-Diagnose seit 1999

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Marina Neuser hatte insgesamt vier Immuntherapien ausprobiert. Teriflunomid (Aubagio®) war ihre dritte Immuntherapie. Aktuell macht sie eine Therapie mit Dimethylfumarat (Tecfidera®).

Frau Neuser berichtet, unter Teriflunomid (Aubagio®) Hitzewallungen und leider auch weiterhin Schübe gehabt zu haben.

"Jedenfalls hatte ich das gesprochen, um sozusagen für eine MS mittlerer Art und Güte, die nicht ganz so dramatisch ist, dass man die Hammermedikamente nimmt, aber dass man doch eben schon eine Therapie macht. Und da war dann als allererstes das Aubagio® zugelassen und das war auch der einzige Grund, warum wir Aubagio® genommen haben. Und da man ja wohl bis zum heutigen Tage nicht ernsthaft sagen kann, hier haben wir den und den Blutwert oder hier haben wir da und da die Herde so konzentriert, deshalb können wir das Medikament, also so richtig Ursache und Wirkung wäre ja schön, wenn man da so einen Zusammenhang hätte, so einen eindeutigen. Gab es nicht und dann habe ich Aubagio® genommen.

Die [Aubagio®-Tablette] war wahnsinnig klein. Da musste ich also bei den anderen, bei der Symptomtherapie, wo ich hauptsächlich gegen die Spastik ein bisschen etwas nehme, die kann ich zur Not auch mal so schlucken, auch wenn da kein Glas Wasser ist und ich nicht irgendwie sitzen kann und husten kann und so. Das kann ich auch so im Stehen nehmen. Ist dran und so. Und wenn ich die vergesse, dann die Schmerzen erinnern mich. Nicht sofort, aber bald. Aber die Aubagio®, die ist so klein, da musste ich wirklich immer etwas zu trinken haben. Das Einnehmen an sich war nicht schlimm, die Magenschmerzen waren nicht so schlimm. Jetzt habe ich vergesse, was da das Hauptproblem war. Kognitive Defizite. Hitze! Ich hatte ein Problem mit Hitzewallungen. Ein bisschen schlecht und worunter manche Leute bestimmt zu leiden haben, das wird das Problem mit dem Stuhlgang sein. Bei mir ist es so, dass ich im Prinzip seit einem Schub im Jahre 2009 mit der Spastik ordentlich zu tun habe und Probleme habe mit Verstopfung. Also hatte ich unter Aubagio® die Nebenwirkung, einen weichen Stuhl zu haben und keine Probleme mit Verstopfung zu haben. Also die Nebenwirkung hat einen positiven Effekt gehabt. Das war nicht das schönste Gefühl, aber das war in Ordnung.

Und ja, das Hauptproblem war, das Zeug hat nicht gewirkt. Das kannte ich ja schon von Copaxone®. Das weiß man eben dummerweise vorher nicht. Wir freuen uns alle, wenn die Wissenschaft da Fortschritte macht. Ist noch nicht soweit. Aber wir haben es eben ein Jahr durchgezogen, um da sozusagen auch sicher zu sein. Ich weiß nicht, ob es das auch gibt, damals beim Copaxone® und Interferon, da habe ich mich sehr damit beschäftigt, wie lange Vorlaufzeit und so. Das Aubagio® war ja nun einigermaßen neu, aber eigentlich müssen die in den Studien ja auch irgendwas wissen, aber dazu habe ich nicht so etwas gelesen, habe ich nicht etwas gefunden. Jedenfalls, als das Jahr dann rum war und das völlig klar war, das war ein Rohrkrepierer und es ist aber auch nicht das große Drama eingetreten mit dem super Hammerschub oder das war ein Schub, das war hässlich. Aber wie gesagt, die Schübe, die sind nicht schön. Der Schub 2009 war besonders fürchterlich. Aber so die Superdauerfolgen, wie ich das schon bei anderen gehört habe, das ist bei mir zum Glück nicht der Fall gewesen. Das Risiko ist natürlich immer da, deshalb möchte ich auch, solange ich noch Schubaktivitäten habe, etwas einnehmen, was hoffentlich dann hilft. So und deshalb haben wir dann nach einem Jahr Tecfidera® umstellen wollen und zum ersten Mal musste ich eine Pause machen. Man musste das Tecfidera® erst mal… Quatsch. Aubagio®, nach einem Jahr Aubagio®. Man musste das Aubagio® aus dem Körper rauskriegen. Was war das da?

Das war jedenfalls zwei Monate Pause und auch mit Kontrolle und Überwachung und Gucken und ob alles gut und alles weg und dann gab es grünes Licht und dann konnte ich starten."

Thema: Teriflunomid

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