Leben mit Haustieren
Elke Schick, 52 Jahre alt
MS-Diagnose seit 2003
Frau Schick beobachtete gerne Tiere und konnte dadurch eine Auszeit aus dem Alltag und der MS bekommen. Auch sie gab an, dass die Tiere ihr eine besondere Kraft gaben.
"Einfach nur so unsere Tiere hier beobachten und unsere Vögel. Da kann ich richtig abschalten. Und dann haben wir ja eben hier auf dem Gelände die Katze, wo sämtliche Leute hier besucht und einfach nur ein kurzes Reinschauen von ihm in unseren Gemeinschaftsraum und schon denkt jeder nicht an die MS, sondern das ist unser kleiner Therapeut. Und genauso ist es halt zum Beispiel, meine Freundin, die züchtet Collis und hat zurzeit auch Welpen und das ist so herrlich für mich. Ich will dann überhaupt nicht mehr reden, ich sitze dann einfach am Boden und lass die auf mich zukommen und wenn die jetzt nur an der Seite schlafen wollen, ist auch okay. Aber das nenne ich jetzt meinen Seelenschmaus.
Das habe ich jetzt total erkannt, dass mir Tiere gut tun und dass ich dadurch Kraft sammele. Und ich glaube, das ist so ein Zeichen auch von der MS, weil vorher mit arbeiten und allem, ich war total nervös und ich habe gebebt in mir, weil ich ja selber gemerkt habe, ich schaffe das alles nicht mehr und ich weiß das vom Kopf nicht mehr, ich habe nicht mehr die Konzentration, ich fange zu vergessen an. Ich sage, und wenn ich jetzt so in Ruhe mich hinsetze und so ein Tier sitzt neben mir, das gibt mir Energie und ich bin dann zufrieden und dankbar, so wie es ist. Und so kann ich auch meine MS einfach beruhigen immer wieder."
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