Schwierigstes beim Umgang
Stephanie Krohn, 47 Jahre alt
MS-Diagnose seit 2007
Die Ärzte konnten bei Frau Krohn trotz verschiedener Symptome keine Erkrankung feststellen. Sie und ihr Umfeld haben ihr gesagt, dass sie sich das einbildet. Die tatsächliche Diagnose folgte erst 16 Jahre später und bereitete Frau Krohn daher immense Schwierigkeiten, die Krankheit zu akzeptieren.
"Am Anfang eben die Ärzte, die einen überhaupt nicht verstanden haben, die immer gesagt haben, ich bilde mir das ein. Obwohl ich ihnen selber schon immer, das war vielleicht mein Fehler, gesagt habe, könnte das eine MS sein? Weil ich das selber vermutet habe. Und der Umgang mit MS, das zu akzeptieren, glaube ich. Ich hatte ja jahrelang mir gedacht, ich bilde mir das ein, das war schon so in mir drin, dass ich jedes Symptom, was wieder neu aufgetaucht ist, gesagt habe: Naja, ist der Stress, wird schon, wird schon wieder weggehen. Und jetzt musste ich umschalten und sagen: Okay, ist ja doch eine MS. Das war schon schwer, das zu akzeptieren, zu sagen: Okay, du bist ja doch krank. Und das kann schlimmer werden. Weil ich ja schon so, ich glaube, das waren 16 Jahre bis zur Diagnosestellung, so damit gelebt habe, und auch meine Familie damit gelebt, mein Mann, meine Mutter, mein Bruder, die alle immer gesagt haben: Die bildet sich das ein. Und erstmal musste das in die Köpfe rein, dass das ja wirklich eine Erkrankung ist, die ich akzeptieren musste, aber die auch meine Familie akzeptieren musste. Das war ein schwerer Schritt."
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