Hilfreichstes beim Umgang
Klara Hensche, 55 Jahre alt
MS-Diagnose seit 2011
Klara hilft ihre innere Einstellung und Willenskraft, mit der MS umzugehen, sich zu motivieren, Aufgaben zu übernehmen und Beschäftigungen nachzugehen.
"Ich denke, dass das wirklich so eine innere Einstellung ist. Denn wenn ich heute so auf mein Leben zurückblicke, ich war schon sehr früh sehr willensstark. Und wollte DAS machen, was ich gerne wollte. Also wenn man sich überlegt, ich bin ja nun mal mein halbes Leben im Krankenhaus gewesen, was schon für Sachen passiert sind. Ich habe es schon zweimal erlebt, einmal als Kind. Die denken ja immer, man kriegt nichts mit. Dass da ein Arzt steht „Ja, die schafft das nicht“. Der Arzt ist schon längst unter die Radieschen. Ich bin immer noch da. Ich bin sehr zäh. Also mich kriegt man so schnell nicht so schnell unter die Erde. Muss ich wirklich sagen. Das ist so gewachsen, dass ich so geworden bin. Wird zu mir gesagt, die MS hat mich verändert. Ja, sage ich, die MS verändert einen ja auch. Das ganze Leben ändert sich. Also ich denke, da bin ich auch in so eine bestimmte Richtung praktisch gekommen. Und auch dadurch, dass ich ja gesagt habe, ich will unbedingt wieder was tun. Heute mit der digitalen Technik ist das ja kein Problem. Als ich bei der DMSG viele Aufgaben übernommen habe, habe ich ja wieder ein ausgefülltes Leben in dem Sinne. Also, ich kann da nicht meckern, wenn ich manchmal höre „Oh Langeweile“ oder so. Sowas kannte ich nie. Also das, das ist nicht … ich kann mich sehr gut beschäftigen gut beschäftigen. Ich kann aber auch in den Phasen, wo ich im Bett liegen muss, ich sage immer, geistig spazieren gehen. Bücher lesen, was auch immer."
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