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Mitoxantron

Elke Schick, 52 Jahre alt

MS-Diagnose seit 2003

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Elke Schick hatte insgesamt vier Immuntherapien ausprobiert. Mitoxantron war ihre zweite Therapie. Aktuell nimmt sie Glatirameracetat (Copaxone®).

Frau Schick hatte durch ihre vorherige Therapie mit dem Inteferon (Avonex®) grippeähnliche Symptome und musste starke Schmerzmittel nehmen. Ihr wurde dann Mitoxantron empfohlen. Sie erzählt, wie sie sich dafür entschieden hatte und dass sie sich Zeit für die Eingewöhnung an das Medikament genommen hatte.

"Dann war ich ja hier in der Klinik, wo ich eben dann gemerkt habe, dass es ja links weitergeht, und die haben dann sofort Avonex® gestoppt, haben gesagt: „Nein, wir schauen jetzt erst einmal“, sie täten mir da Mitoxantron empfehlen. Und na ja, zuerst habe ich schon geschaut und dann denkt man: „Schon wieder etwas anderes, obwohl ich ja erst mit Avonex angefangen habe ein paar Jahre vorher.“ Es war ja okay, nach ein paar Jahren dann mal ein anderes Mittel auszuprobieren. Und ich finde, das war hervorragend. Mitoxantron ist wie Gold für mich und das werde ich immer wieder sagen, wenn mich jemand fragt bei unseren MSlern draußen. Das werde ich immer empfehlen.

Also ich habe das Gefühl wirklich gehabt, es wird ausgebremst.

Da bin ich ja alle Vierteljahr praktisch hier in die Klinik hergekommen. Erst mal war es sowieso schon toll, die Leute außen herum, weil vierteljährlich hat man sich ja eh gesehen. Und dann ehrlich, dann hat man sich schon immer darauf gefreut und hat gesagt, okay, ja, ich kann jetzt da hin. Und wo ich noch in der Arbeit war, da habe ich immer wieder gesagt: „Ich glaube, ich brauche mal eine Cortison dazu.“ Und das war jetzt für mich irgendwie eine Power, also da habe ich Kraft und Energie gemerkt. Da habe ich mir gedacht: „Ja hoppla, also was ist denn jetzt los?“ Das ist ja wie früher so kurzzeitig. Also ich habe das wirklich genossen. Aber die haben schon gesagt: „Nein, zu viel kriegen Sie nicht von uns“, wenn ich schon gesagt habe, ich komme jetzt öfter.

Ja, gut. Gut, ich weiß noch, mit dem Toilettengang war es auch nicht gerade so. Das ist am Anfang ein bisschen schwierig. Da bin ich dann auch darauf gekommen und habe mir gedacht: „Gut, ich tue jetzt mehr trinken.“ Also nicht so viel, aber dass ich vielleicht schon meine zweieinhalb, drei Liter hinbringe. Und dass man sich einfach mehr Zeit lassen muss. Das gibt eine ganz intensive Zeit für einen selber, also finde ich, und dann kann man sich auch darauf einstellen und sagen, dass man eben auf seinem Toilettengang nicht sagt, ich muss jetzt sofort raus, sondern dass man sich einfach Zeit dazu nimmt. Und danach kann der Tag auch ganz anders beginnen. Also das ist am Anfang.

Ja, ich kann mir vorstellen, für meinen Körper war das ja auch genau so etwas Neues und dann muss der auch ganz schön damit arbeiten, oder? Also drum habe ich da meinem Körper schon ein Verständnis dazu gegeben. Das ist wichtig.

Aber ich habe mich auch mit dem Mittel irgendwie, habe ich nicht gesagt, um Gottes Willen, ich will das nicht, sondern erst einmal darüber gelesen und dann: „Ja, okay, das will ich jetzt ausprobieren.“ Und dass man da mit einem ganz anderen Gefühl dann darauf zugeht und sagt: „Ich probiere das jetzt aus.“ Ich finde, das war ganz wichtig, dass man mit den Ärzten auch darüber sprechen kann und dass es nicht heißt: „Das und das“, und ich weiß gar nicht, dass man einen so stehenlässt, sondern dass man einem das erklärt. Das ist so wichtig, finde ich."

Thema: Mitoxantron

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