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Alemtuzumab

Annalena Hilse, 33 Jahre alt

MS-Diagnose seit 2010

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Annalena Hilse hatte insgesamt drei Immuntherapien ausprobiert. Sie nimmt aktuell Alemtuzumab (Lemtrada®).

Da bei der MS Betroffenen Fingolimod (Gilenya®) nicht gewirkt hat, wurde ihr Alemtuzumab (Lemtrada®) empfohlen. Annalena berichtet, darunter eine Schilddrüsenüberfunktion entwickelt zu haben, aber dennoch dem Medikament zufrieden zu sein.

"Das war einfach da vom Arzt her. Der sagte: das ist eine gute Alternative zum Tysabri®. Das hat aber leider bei mir nicht gewirkt. Ich habe Schübe darunter bekommen und musste dann eben wieder eine neue Alternative finden. Ich habe dann auch den Arzt gewechselt, weil mein Arzt damals in Rente gegangen ist und ja, da haben wir uns dann gemeinsam für das Lemtrada® entschieden. Da hätte es Alternativen gegeben. Das wäre eine Stammzellentransplantation glaube ich gewesen. Wir wollten es natürlich dann erstmal mit dem Lemtrada® ausprobieren, da es mit der Stammzellentransplantation doch etwas komplizierter, schwieriger und risikoreicher ist. Im Grunde sind natürlich dann doch die Risiken, dass das Blut kaputt gehen kann, dass die Nieren kaputt gehen können und so weiter bei fast allen Medikamenten gleich. Aber das Risiko bei der Stammzellenspende war dann doch zu hoch und da habe ich auch wieder die Verantwortung für die Kinder und deswegen habe ich gedacht versuchen wir es erst einmal mit Lemtrada® und damit fahre ich eigentlich ganz gut.

Es ist ja so, dass man die erste Gabe bekommt. Ich glaube die geht über acht Stunden. Man bekommt verschiedene Sachen, ich glaube Anti-Allergikum, Kortison und dann das Medikament. Es dauert dann im Grunde über acht Stunden. Man sollte sich etwas zu lesen oder irgendeine Beschäftigung mitnehmen in die Praxis. Also ich habe es damals bei meinem Neurologen in der Praxis gemacht, man kann es aber auch stationär machen, soweit ich weiß. Da ist es halt auch wieder, es dauert lange und es ist langweilig, aber es ist einfach von dem her. Dann ein Jahr später gab es das Gleiche dann noch einmal. Aber ich glaube, ich bin der Meinung, es war etwas kürzer. Ich bin mir aber nicht mehr ganz sicher. Und danach wird ja geguckt ob das dann reicht oder ob man noch eine weitere Gabe geben muss und die regelmäßigen MRT sind dann auch ganz wichtig um zu sehen, ob es da Fortschritte gibt oder ob es schlechter geworden ist. Bei mir war es bis jetzt alles gut.

Aber ich habe immer noch ab und zu mal Kribbeln und Taubheit und so etwas. Wie gesagt, die Schilddrüsenüberfunktion, die dazu gekommen ist dadurch. Man denkt immer: es betrifft einen nicht, wenn es irgendwelche Nebenwirkungen gibt. Aber leider hat es mich in dem Fall getroffen. Da muss ich dann, wie gesagt, auch einmal im Monat zum Arzt gehen, muss auch Tabletten nehmen aber es ist immer noch alles besser als im Krankenhaus zu sein und im Rollstuhl zu sitzen. Ich habe zwar immer noch Probleme mit den Beinen. Also Schwäche in den Beinen, Gangstörungen. Ich bin auch mittlerweile berentet und habe eine Pflegestufe bekommen. Aber so, an sich, geht es mir wirklich gut. Also es ging mir schon echt schlecht und dafür geht es mir jetzt echt super. Also mit dem Lemtrada® bin ich wirklich zufrieden eigentlich."

Thema: Alemtuzumab

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