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Schwierigstes beim Umgang

Simon Kern, 47 Jahre alt

MS-Diagnose seit 1995

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Herr Kern erzählt von Ärzten, die ihm keine klaren Antworten geben konnten, ihn nicht ernst nahmen, Fragen ignorierten oder ihm auf unsensible Art und Weise die Realität vor Augen hielten. Diese schlechten Erfahrungen haben Herrn 44 den Umgang mit MS deutlich erschwert.

"Manchmal Ärzte anzutreffen, bei denen ich mich nicht gut gefühlt habe, nicht aufgehoben gefühlt habe, keine Antworten zu kriegen. Also bei denen ich das Gefühl hatte, zu stören, keine Antworten zu … keine, dass man mir keine Antwort geben möchte, quasi zu stören. Das Gefühl hatte, keine … also wirklich zu stören. Keine … von vornherein nicht die Gelegenheit haben werde oder eine Frage zu stellen und auch das Gefühl hatte, Standardantworten zu kriegen. Also nicht ernst genommen zu werden mit den persönlichen Problemen. Weil ich kann verstehen … das ist ja dann Aufgabe, sich mit den Patienten zu beschäftigen. Und das ist … Wenn Sie so eine Praxis haben, sehen Sie … über den Tag sehen Sie viele Patienten und wahrscheinlich auch viele Patienten mit MS, die natürlich bestimmte Fragen haben, die möchten natürlich am liebsten das Ende Ihrer Erkrankung wissen. Die möchten am liebsten wissen, wie wird es bei mir weiterverlaufen, wann habe ich vielleicht mit dem nächsten Schub zu rechnen und dergleichen vielmehr.

Mit dem Ganzen, was mit der Erkrankung zu tun hat. Das kann ich verstehen, dass Sie nicht jeden einzelnen so intensiv betreuen möchten und können und dann auch nicht … zwangsläufig nicht auf alles eine Antwort haben. Aber bei manchen hatte ich schon das Gefühl, dass da so ein standardisiertes Programm abläuft bei den Antworten. Dass da gar nicht auf die Frage von mir eingegangen wird. Und das fand ich schlimm. Das fand ich schlimm. Wie diese Frage damals bei der Diagnose: „Ja, im Rollstuhl.“ „Ja, schönen Dank.“ Ich meine, auf der anderen Seite war … eine ehrliche und offene Antwort. Sehr unsensibel, vielleicht auch besser als so rumlavieren. „Könnte sein, wissen wir nicht, vielleicht in zwanzig Jahren, dreißig Jahren, sowas, wer kann das schon sagen. So weit in die Zukunft möchte ich auch nicht blicken. So eine ausweichende, ich würde sagen, feige Antwort. Das ist das andere Extrem. Aber manchmal ist das da in der Mitte.

Das ist … was ich hier und da gehört und erfahren habe, äußerst unüblich. Das finde ich eine Unverschämtheit auch, muss ich sagen, die machen natürlich auch nur ihre Arbeit. Und es gibt gute und es gibt schlechte Tage, die man hat bei der Arbeit."

Thema: Schwierigstes beim Umgang

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