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Achtsamkeit und Selbstfürsorge

Helene Stadler 53 Jahre alt

MS-Diagnose seit 2005

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Helene erzählte von der Schwierigkeit die eigenen Grenzen vorab zu bestimmen und zu erkennen.

"Es ist auch unglaublich schwer herauszufinden, wo ist denn heute die Grenze. Also das finde ich am allerallerschwersten, man kann nicht sagen, okay, heute radele ich mal fünf Kilometer und morgen auch und übermorgen auch und überübermorgen auch. Nein, ich muss gucken, okay, ich nehme mir die fünf Kilometer vor und wenn ich nach drei Kilometern merke, scheiße, jetzt muss ich aber erst mal eine Pause machen, die muss mindestens eine halbe Stunde dauern, ich will ja auch noch wieder zurück, das macht das Ganze unglaublich schwer. Das hängt ja auch vom Stadium ab, das Stadium hat … natürlich auch mal anders, aber diese Grenze herauszufinden, wie weit kann ich gehen, ist insofern schwer, weil es kommt ja nicht dieses, du solltest mal ein bisschen langsamer gehen, sondern es kommt eigentlich im Prinzip sofort zum Stopp-Schild, so ne Vollbremsung. Weil jetzt ist es bei mir mittlerweile, es geht sehr auf die Motorik. Gerade wenn ich jetzt so wie am Wochenende, da sind wir auf Helgoland gewesen, und sind da den Rundweg gegangen und ich habe auch schon gesagt zwischendurch, ich brauche JETZT sofort eine Pause. Hier geht nichts mehr, wenn du mich nicht nach Hause tragen willst. Und das ist halt jetzt schlimmer geworden und das macht das Ganze ziemlich schwer. Und ich sehe mich schon so nach dem Motto Handkarren: „Kannst du mich mal schieben?“ Also weiß ich noch nicht, was ich davon so halten soll … Also es kommt wirklich überfallmäßig, dieses eben ging es doch noch gut ist und schlagartig geht es nicht mehr. Das ist so meine Erfahrung, die ich gemacht habe. Es ist auch so, dass es sehr, sehr tagesformabhängig ist. So jetzt am Wochenende, wie gesagt waren wir da, und ich würde sagen, ich lasse mich den Rest der Woche aus dem Verkehr, einfach um nicht zu viel zu machen."

Thema: Achtsamkeit und Selbstfürsorge

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