Entscheidung für einen Rehaaufenthalt
Annika Sandberger, 33 Jahre alt
MS-Diagnose seit 2011
Frau Sandberger hat Erfahrung mit einer ambulanten und einer psychosomatischen Reha gemacht. Für die ambulante Rehabilitation hat sie sich entschieden, weil sie gerne zuhause schlafen wollte. Dann war sie nach dem Todesfall ihrer Mutter in einer psychosomatischen Rehabilitationseinrichtung, wo sie gelernt hat mit dem Tod ihrer Mutter umzugehen.
"Da war ich in den Schmieder-Kliniken in Gerlingen. Aber da ging es mir schon wieder perfekt. Also das hat für mich nicht gezählt. Die zweite Reha war eine ambulante Reha, weil ich ja quasi schon drei Monate im Krankenhaus war. Und ich wollte dann zu Hause schlafen. Deshalb habe ich mich für eine ambulante Reha entschieden. Und die haben angefangen erstmal mit Muskelaufbau und mit Ergo. Und dazu bin ich gekommen, weil das quasi meine erste Reha war, und da haben mich die Klinikärzte eingewiesen. Also die haben das alles organisiert. Und ich musste da eine Woche warten glaube ich, oder eine halbe Woche warten, und dann war ich in der Reha. Das war eigentlich für vier Wochen angedacht, aber nach vier Wochen haben sie gesagt, da geht noch mehr. Dann wurde auf sechs verlängert. Und nach den sechs Wochen war ich wieder topfit wie vorher.
Und dann kam ein Todesfall dazwischen. Dann ist meine Mutter überraschend gestorben. Und ich war eigentlich dabei, mit einer Studie meine Kraft in den Beinen wieder zu fördern. Das war elektrische Stimulation von den Beinen und drei Monate Fahrradfahren auf dem Ergometer. Das war okay, solange ich das gemacht habe. Wo das zu Ende war, ist der Tod von meiner Mama quasi auf mich eingestürzt, hat mich in eine tiefe Depression gestürzt. Das Ende vom Lied war, dass ich eine Reha beantragen wollte, weil ich wusste, Sport lenkt mich ab. Und ich hatte dann einen Zusammenbruch vor der Ärztin und war erst mal vier Monate im Krankenhaus. Und dann bin ich… Das war erstmal eine psychosomatische Reha, wo man mir quasi beigebracht hat, mit dem Tod von meiner Mama ungefähr umzugehen."
Thema: Entscheidung für oder gegen einen Rehabilitationsaufenthalt