Traditionelle Chinesische Medizin
Juliane Frank, 41 Jahre alt
MS-Diagnose seit 1995
Frau Frank hat nach Alternativen zu Medikamenten gesucht und ist deshalb in eine TCM-Klinik gegangen. Hier erzählt sie, welche verschiedenen Anwendungen dort gemacht wurden.
"Ich war schon zweimal sogar in der TCM-Klinik, die machen traditionelle chinesische Medizin. Ich wollte halt einfach mal schauen, was es noch gibt alternativ, ob vielleicht noch irgendwelche anderen Methoden helfen als wie immer nur Chemie, eben wie Tabletten oder irgendetwas. Und dann habe ich eben erfahren, dass es eine TCM-Klinik gibt, die wo eben Akupunktur machen und so speziell chinesische Anwendungen, Tuina-Massage nennen die sich, oder eben Qigong ist zum Beispiel ja auch etwas gegen Stress und so. Qigong, was sagt man denn dazu gleich wieder? Dass man einfach ein bisschen ruhiger wird. Also das machen die halt in der Klinik. Da ist jeden Tag in der Früh haben die fast eine Dreiviertelstunde haben die immer Qigong gemacht und am Abend dann auch noch mal und tagsüber hat man halt dann immer so Anwendungen wie eben so Massagen, spezielle Massagen oder eben Akupunktur.
Wenn ich jetzt gesagt habe, ich habe Empfindungsstörungen in den Füßen oder in den Händen, dann habe ich halt immer so Nadeln bekommen, die hat man dann eben gesetzt, wo es geheißen hat, das hilft. Manchmal war es vielleicht Einbildung oder vielleicht war es auch wirklich bei mir so, dass es geholfen hat. Ich weiß es mittlerweile schon gar nicht mehr. Und dann hat man dann also eben einen Tee bekommen, den man jeden Tag trinken hat müssen. Der ist speziell abgestimmt worden auf das Krankheitsbild von mir. Da hat man eben, vorher hat man da mit mir ein Gespräch geführt über meine Krankheit, wie es sich auswirkt und was ich so für Probleme habe und dann haben die so einen speziellen Tee zusammengemischt, was halt eben auch vielleicht auch für die Psyche ein bisschen ist, dass man ruhiger wird oder dass man halt einfach… Ich wusste, ehrlich gesagt, nicht, für was der Tee gut sein soll, aber der hat halt ziemlich bitter und eklig geschmeckt und richtig greislig, wie man jetzt in Bayern sagt. Aber so richtig eigentlich einen Unterschied? Also ich habe den Tee auch zu Hause weiter getrunken, wo ich dann schon zu Hause war wieder, weil die einen geraten haben, man soll den zu Hause weitertrinken. Aber ich konnte eigentlich nie so richtig sagen, dass mir das jetzt etwas gebracht hat. Vielleicht in dem Moment, wo ich in der Klinik war halt, weil man da halt einfach die Ruhe gehabt hat und einfach von zu Hause weg war, keinen Stress gehabt hat. Ja, vielleicht ist es deshalb dann einem auch ein bisschen besser gegangen. Aber ich kann jetzt nicht sagen, dass es mir jetzt besser gegangen ist wegen den ganzen Anwendungen, die man halt da in der Klinik bekommen hat."
Thema: Komplementäre und alternative Therapien