Urlaubsplanung und Reisen
Heinrich Forst, 50 Jahre alt
MS-Diagnose seit 1996
Herr Forst würde gerne in einem seiner Lieblingsreiseorte, Namibia, ein Resort aufbauen.
"Bis vor wenigen Jahren habe ich, wenn ich weg gefahren bin, null über MS nachgedacht, weil sie war tatsächlich nicht relevant, sie, ich weiß ja, sie ist da und wenn sie meint, sie muss zu Wort kommen, macht sie das. Ob ich das nun will oder nicht, ob ich mich vorbereite oder nicht, sie macht sich bemerkbar, also sie ist dann präsent. Und bisher war sie toi, toi, toi nie wirklich so massiv, dass ich ausgefallen bin. Die, ich war öfter und länger auch in Namibia und da tut es mir gut, aber da bin ich auch immer mit einem Reservepaket hingefahren an Kortison, dass ich wenn mal eine Marotte ist, dass ich sage, gut ich nehme so ein Kortison Paket mit, so eine Wochenration und dass ich mir dann im Notfall dann behelfen kann, weil, das sind ein bisschen Vorbehalte, aber es gibt so ein zwei Krankenhäuser in, auf paar Tausend Kilometer, da möchte ich nicht drauf vertrauen, dass ich dann gerade die Marotte habe, wenn ich dort in der Nähe bin, deshalb, und das ist auch einer der Gründe, weshalb ich so ein bisschen die Scheu hatte auch, auszuwandern, zumindest explizit jetzt nach Namibia, weil ich mir dachte, gerade in der letzten Zeit wäre ich liebend gerne ausgewandert, aber gerade in der letzten Zeit ist auch die MS sehr präsent und das ist tatsächlich zum ersten Mal, was mich verunsichert, weil ich weiß nicht, wie ich dort versorgt werde, ich denke mal, gut, wenn ich einigermaßen vorausschauend das mache. Und ich habe zwischenzeitlich auch gedacht, ich möchte, oder mein Plan war tatsächlich, auch dort ein Resort aufzubauen, in dem ich unter anderem auch gerne MS Leute hin lotsen würde, also ich möchte gerne dort ein Resort bauen, indem die sozusagen alle Schönheiten Namibias, aber mit Unterstützung erleben können. Das war tatsächlich mein Plan, oder da bin ich immer noch bei, ich möchte dort Häuser aufbauen, wo dann Rolli Fahrer hinfahren können und Menschen mit jeglichem Handicap, aber auch MS Leute, das die mal sagen können, Leute setzt euch mal wirklich mal zwei, drei Monate dieser Wärme aus, dieser Sonne aus, überhaupt nicht mit Deutschland oder Spanien oder zu vergleichen, weil fünf Prozent Luftfeuchtigkeit mit 30 Grad, das ist wie, oder 40 Grad, das ist wie Frühling. Also mir tut es bombig, ich kann es nur jedem empfehlen mal Temperaturen mit geringer Luftfeuchtigkeit zu erleben. Das ist toll und dann, da bin ich immer noch dran, ich hoffe, dass in ein, zwei Jahren, wenn ich stabil bleibe, verwirklichen zu können. Dass man dort Leute hinholen kann. Auch mit allen möglichen Betreuern, weil dort kosten Arbeitskräfte nicht ganz so viel wie hier, sind aber genauso lieb und nett und gut.
Ja, das möchte ich gerne machen, so das ist, rumfahren mit allem Service, dass Leute mit einem Bussystem durch ganz Namibia gefahren werden und dass man Deutsch und Englisch spricht. Ich denke, das ist dann erst mal für das deutsche Klientel ganz brauchbar. Und das man Leute hat, die im Notfall einen auffangen können, wenn man wirklich Probleme hat oder Handicaps hat, wo man wirklich Leute braucht. Nicht, wie dass man alles planen muss, sondern das wird geplant schon zur Verfügung gestellt und dann geht es los."
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