Austausch mit MS-Betroffenen
Vanessa Huber, 31 Jahre alt
MS-Diagnose seit 2008
Vanessa probierte eine Selbsthilfegruppe aus, aber bemerkte, dass es für sie nicht passte.
"Also ich bin ja dann in meine Studentenstadt gezogen, ich war völlig plan… ich wusste immer noch nicht, wie es weitergehen soll. Also ich wusste überhaupt nicht, wie ich damit umgehen soll, wie es weitergeht. Und dann habe ich mir eine Selbsthilfegruppe gesucht, bin dort allerdings nur einmal gewesen, das Problem für mich damals war einfach, die waren sehr abgeklärt. Also die hatten das alle schon seit Jahren, saßen teilweise im Rollstuhl, konnten dann teilweise Körperteile nicht mehr richtig bewegen und mich hat das eher erschreckt damals, also ich hatte gar keine positive Seite.
Ich war eben noch so jung, was wird jetzt aus mir, das war meine Frage. Und ja, das war eben dann jetzt nicht mal das Negative, es muss ja jeder für sich selber entscheiden, wie er damit umgeht, mir hat einfach diese Abgeklärtheit nicht gefallen, dieses fast schon: Ich gebe nicht auf, nie. Und das kam aber bei mir an von den anderen. Und das war dann einfach für mich… das konnte nicht weitergehen. Es waren zwar schon auch welche da, die gesagt haben: Jetzt mach dir keinen Kopf, wird schon irgendwie, muss ja nicht schlimm enden. Aber das waren halt nur wenige. Und die meisten gucken es an, dir geht es noch so gut, das ist ja auch für die unangenehm, wenn da so ein junges Ding ankommt, quietschfidel und rumhüpft, das ist ja auch nicht schön zu sehen für die andere Seite dann."
Thema: Austausch mit MS-Betroffenen