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Austausch mit MS-Betroffenen

Stefan Neukirch, 54 Jahre alt

MS-Diagnose seit 1993

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Stefan Neukirch berichtete über seine persönlichen Vorteile einer Selbsthilfegruppe. Sie entschied sich eine Kontaktgruppe zu übernehmen und setzte sich für Fahrdienste zu Gruppentreffen ein.

"Also ich bin auch in einer MS-Selbsthilfegruppe. In Baden-Württemberg nennt sich diese Selbsthilfegruppe AMSEL, also Aktion-Multiple-Sklerose-Erkrankter Landesverband aus Baden-Württemberg. Und in diesem Landesverband oder in dieser Selbsthilfegruppe AMSEL bin ich seit circa 1999. Das war noch etwas mehr zu Anfangszeit meiner Erkrankung, um einfach Informationen über die Erkrankung zu erhalten. Klar, heutzutage im Internet bekommt man viele Informationen ebenfalls. Aber in so einer Selbsthilfegruppe bekommt man Informationen oft auch aus erster Hand, weil dort auch Vorträge stattfinden von Ärzten, von Therapeuten. Und in dieser Selbsthilfegruppe bin ich, wie gesagt, seit circa 1999. Im Jahr 2016, 2017, wurde unsere Selbsthilfegruppe von Ulm, stand vor dem Problem einer Nachfolge, weil die Kontaktgruppenleiterin der Ulmer Selbsthilfegruppe eben altershalber und auch gesundheitsbedingt diese weitere Leitung der Gruppe eben nicht mehr machen konnte. Und es aber niemand zur Verfügung gab, der diese Gruppenleitung, Kontaktgruppenleitung, übernommen hat. Andererseits hatte ich aber auch gute Erfahrungen über viele Jahre gemacht mit dieser Gruppe. Mit Reisen, mit Ausflügen, mit Informationen, mit monatlichen Zusammenkünften, mit Gleichbetroffenen, ja, wo man dann nicht jedem erklären muss, was bedeutet MS. Da wird dann einfach eher das Gesellige, das Miteinander hervorgehoben.

Nachdem, wie gesagt, 2017 diese Gruppe vor der Auflösung stand, weil sich kein Nachfolger gefunden hat, habe ich mit einem befreundeten Ehepaar beschlossen, dass wir diese Kontaktgruppe eben übernehmen. Und seither, seit 2017, leiten wir die AMSEL-Kontaktgruppe Ulm und wollen, dass wir diese Gruppe zusammen fortführen können. Dass weiterhin eben monatliche Kontaktgruppen-Treffen oder auch mal ein Ausflug oder auch mal ein Kurzurlaub zusammen möglich sind. Und natürlich auch, ja, ein weiter Schwerpunkt sind auch Fahrdienste für Schwerbetroffene. Das heißt, für MS-betroffene Mitglieder der Gruppe, die eben keine eigene Möglichkeit haben, um von zu Hause zu diesen Kontaktgruppen-Treffen gelangen zu können, und da unterstützen wir eben auch mit Übernahme der Fahrkosten für Fahrdienst oder Taxi, damit auch diese Personen, die ja ohnehin schon mehr durch die Krankheit isoliert sind, weiterhin etwas aus ihrer Isolation herauskommen und an den Gruppentreffen teilnehmen können."

Thema: Austausch mit MS-Betroffenen

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