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Entscheidung für einen Rehaaufenthalt

Volker Göring, 56 Jahre alt

MS-Diagnose seit 2002

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Volker Göring hat sich auf Anraten der Ärzte für einen Rehabilitationsaufenthalt entschieden. Bei der Wahl der richtigen Rehabilitationseinrichtung ist es wichtig zu schauen, in welchen Bereichen man Probleme hat, berichtet der MS Betroffene.

"Aber da die richtige Einrichtung zu finden, es kommt immer darauf an, was will man, wo hat man die Probleme, der eine hat natürlich irgendwo die Probleme mehr mit der Fatigue, da gibt es mehr Ruhezeiten und so weiter, andere brauchen eben doch mehr Krankengymnastik oder diese Sachen, die ich ja eh nach wie vor zweimal die Woche mache. Und ja, schonmal wichtig, dass man sich da mal kundig macht, welche Reha-Einrichtung für mich eigentlich passt.

Die erste habe ich mir rausgesucht in Zusammenarbeit mit meiner Krankenkasse. Und die zweite war eigentlich ein Tipp hier aus dem UKE. Und ja, gut, da kam ich auch sehr gut mit zurecht. Aber ich weiß gar nicht, ob ich unbedingt Reha machen müsste. Also ich versuche, die Reha bei mir zu Hause zu gestalten. Wenn man einfach die Zeit und die Ruhe dazu hat. Und das ist natürlich auch sehr wichtig, wie weit die Familie mitspielt, ob der Betrieb mitspielt, bei mir habe ich da natürlich ein geringeres Problem, also das ganze Umfeld muss passen. Und wenn das passt, dann kann man sich eigentlich auch eine Reha manchmal sparen, das ist einfach so. Andere brauchen natürlich auch mal mehr Abstand von zu Hause, aus dem gewohnten Kreis, das ist schon mit Sicherheit wichtig. Ich finde das immer toll, in meinem gewohnten Kreis und der ist relativ groß, mit denen gemeinsam was zu machen. Aber dann wird auch was unternommen, dann wird auch gar nicht über die Krankheit gesprochen oder so weiter, das Thema fällt eigentlich gar nicht mehr. Weil ich lebe eigentlich auch für mich und die MS muss schon mit mir leben und das ist auch so. Ich habe sie mir ja nicht ausgesucht. Finde ich gut.

Für die Reha zu entscheiden, naja gut, beim ersten Mal, das war ein Anraten der Ärzte hier, beim zweiten Mal gab es ein bisschen Druck von meiner Neurologin, dass sie gesagt hat: Ey, hast du mal geguckt, wann du das letzte Mal bei der Reha warst, das ist mal wieder Zeit. Und es kann sein, dass es gerade so eine Phase war, dass ich mich in ein Loch wieder hineinbewegte oder auf dem Weg war und sie das erkannt hat. Da haben wir im Nachhinein nicht mehr darüber gesprochen, meine Neurologin, die gibt es leider auch nicht mehr. Da habe ich besonders gesucht und das funktioniert auch ganz gut. Und die ist natürlich auf die Idee gekommen."

Thema: Entscheidung für oder gegen einen Rehabilitationsaufenthalt

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