Entscheidung gegen eine Immuntherapie
Ronald Hofbauer, 47 Jahre alt
MS-Diagnose seit 2013
Ronald Hofbauer hatte insgesamt vier Immuntherapien ausprobiert. Aktuell macht er keine Immuntherapie.
Herr Hofbauer hat schon einige Immuntherapien ausprobiert und seine nächste mögliche Therapie wäre Mitoxantron. Er hat sich aber dagegen entschieden und möchte erst einmal es ohne Immuntherapien versuchen.
"Das nächste wäre Mitoxantron. Und das ist jetzt eben… Wäre jetzt der nächste Schritt. Aber da habe ich mich natürlich, wo ich vorhin ja schon berichtet habe, mich dann selber eingelesen, mich mit einigen Leuten kommuniziert, die das Mitoxantron schon hinter sich hatten oder auch Informationen zum Mitoxantron hatten und habe mich jetzt erstmal dagegen ausgesprochen. Und habe jetzt eben das Tecfidera® ganz heruntergefahren in den letzten Wochen, [schleiche?] jetzt auch dieses Eliquis aus, was ja der Blutverdünner ist, aufgrund der Thrombose, beziehungsweise dann der Kortisonbehandlung. Und möchte jetzt eigentlich mal den August ohne Medikamente probieren, und möchte dann Ende August, Anfang September, wenn meine Familie zwei Wochen in den Urlaub fahren und wenn ich dann zurück komme, dann kann ich fundamental eine Entscheidung fällen, ob ich da weitermache oder nicht, wobei ich die Frau Hofreiter und die Frau [XY] schon vorgewarnt habe, ich glaube nicht, dass ich das Mitoxantron mache. Ich glaube, dass ich jetzt einfach stoppe. Ich habe es jetzt mit mehreren Medikamenten probiert, habe mein Bestes gegeben, habe mich dem nicht versperrt, auf bestem Wissen und Gewissen der Ärzte das Beste zu tun, hat jetzt nichts funktioniert, aber jetzt da so ein hartes Medikament, so ein einschneidendes Medikament wie Mitoxantron zu nehmen, da lasse ich erstmal die Finger davon. Ich habe auch gesagt, letztendlich fällt die Entscheidung Anfang September, wenn wir vom Urlaub wieder zurück sind, aber der momentane Stand ist eher der, dass ich sagen würde… und wenn ich dann da wieder mit gröberen Schüben oder Problemen, dann würde ich lieber wieder auf Kortison-Stoßkur zurückgreifen. Also das ist dann eine erträgliche Medikamentation, die ich jetzt wie ich anfänglich schon gesagt habe, den Alltag nicht noch schwerer macht wie er eh schon ist, sondern eher leichter macht. Ich meine, Kortison hat natürlich ein bisschen dieses Hoch und Tief, das klassische Kortison-Loch, aber ich habe Gott sei Dank mit Kortison keine großen Nebenwirkungen wie anschwellende Backen oder was andere erzählen, was mit Kortison nicht sonstwo alles passieren kann, das habe ich Gott sei Dank nicht gehabt oder habe ich Gott sei Dank nicht, von dem her ist das mal die beste Alternative in der Zukunft, damit umzugehen, mit der Krankheit umzugehen. Natürlich immer mit den Ohren und den Augen offen, ich habe ja auch schon hier der Ärzteschaft kundgetan, ich werde weiterhin einmal im Jahr, beziehungsweise halbjährlich hier in die Marianne-Strauss Klinik kommen, um mich wieder mit neuen Informationen zu versorgen, um wieder so einen Quercheck machen zu lassen, wie ist denn der Stand der Dinge? Und sollte sich dann was ergeben, was ja jetzt immer häufiger passiert, weil diese Forschung in der multiplen Sklerose richtig Schwung aufnimmt. Wenn es da was geben würde, wird oder wenn es was Neues gibt, was meinen Anforderungen gerecht wird, dann würde ich mich dem wiederum nicht versperren, aber jetzt die Leiter so weit nach oben zu klettern, bis ich am Ende der Leiter bin, da mache ich mal vorher die Bremse rein, jetzt probiere ich es mal ganz ohne, wie sich das tut, ob nicht vielleicht ein Teil der Medikamente mich in meinem Umgang oder ja, in meinem Befinden nicht eher das Ganze verschlechtert haben und nicht verbessern, das will ich jetzt einfach mal herausfinden. Wo ist denn eigentlich die Nulllinie sozusagen?"
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