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Kinderwunsch und Familie

Juliane Frank, 41 Jahre alt

MS-Diagnose seit 1995

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Juliane hat keinen großen Wunsch eigene Kinder zu haben, da sie zusammen mit ihrem Mann drei Kinder aus seiner ersten Ehe hat. Sie hätten aber auch Sorge, dass das Kind die MS erben könnte.

"Mein Mann hat eben aus erster Ehe drei Kinder und der Kinderwunsch war eigentlich bei mir so eigentlich noch nie so da, außer jetzt mit meinem Mann eben, mit dem bin ich jetzt sechs Jahre verheiratet und da ist schon mal die Frage aufgekommen. Also mit dem hätte ich eigentlich schon gerne Kinder gehabt irgendwo, aber wir haben uns dann hier in der Klinik beraten lassen, was wäre, wenn und ja oder nein und dann hat man uns eigentlich eher abgeraten, weil ich die Krankheit ja habe und von meinem Mann die Tante hat auch die Krankheit. Jetzt ist das halt dann eher ein bisschen schlecht, weil halt dann die Neigung von beide Seiten dann auf das Kind dann prallt, dass das Kind vielleicht dann auch später die Krankheit kriegen könnte, auch wenn man eigentlich sagt, es ist nicht vererbbar. Aber ich kenne mittlerweile schon einige, wo es die Mutter hat, die Tochter, der Vater, also wo es in der Familie einfach da ist. Ich hätte mir zwar jetzt keinen Kopf gemacht, weil ich mir denke, heutzutage kann man die Krankheit so gut in den Griff kriegen schon, weil es schon so viele Möglichkeiten gibt, die es zu meiner Zeit ja eben noch gar nicht gegeben hat, drum hätte ich gedacht, nein, ich lass es einfach darauf ankommen. Wenn es so ist, dann ist es so. Es muss ja auch nicht so sein. Es kann ja sein, dass alles normal läuft und dass das Kind gesund ist. Aber nachdem dann mein Mann ja eben auch schon drei Kinder hat, war natürlich bei ihm jetzt, der hat natürlich jetzt keinen großen Kinderwunsch mehr gehabt. Der hat halt immer eigentlich schon eher abgeschlossen. Er hat zwar immer gesagt, ja, wenn es ist, wenn es so sein soll oder wenn es jetzt passiert, dann ist es so, dann steht er dazu, aber unbedingt… Der hat halt immer ein bisschen dann… Der war halt da eher abgeschreckt dann von der Meinung auch oder was die Ärztin gesagt hat, dass halt eben das Kind auch die Krankheit kriegen könnte. Und er hat gemeint, er kann damit nicht leben, wenn das Kind dann mit sechzehn oder zwanzig die Krankheit kriegt. Wie sagt er seinem Kind, dass er es eigentlich gewusst hätte, dass die Chance besteht, dass eben das Kind auch die Krankheit kriegt? Ich wäre jetzt nicht so gewesen. Also ich hätte es jetzt einfach auf mich zukommen lassen. Ja, ich habe mich jetzt einfach dem gefügt und wir haben gesagt, okay, dann lassen wir es einfach.

Ich habe drei tolle Kinder jetzt dazu bekommen oder angeheiratet und die mögen mich alle drei und ich mag sie und das passt alles und drum ist das für mich jetzt auch nicht so schlimm, dass ich keine eigenen Kinder habe."

Thema: Kinderwunsch und Familie

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