Kinderwunsch und Familie
Vera Jasper, 28 Jahre alt
MS-Diagnose seit 2011
Vera hat zwei Kinder. Sie und ihr Mann konnten Zuversicht bei der Kinderplanung bei einem Vortrag zum Thema „Schwangerschaft bei MS“ gewinnen. Aktuell konzentriert sie sich auf die Kindererziehung und bekommt tatkräftige Unterstützung durch die Schwiegereltern.
"Das haben wir ganz einfach gelöst, es hatte sich ergeben, dass ah schon… da waren wir gerade mal zusammen, aber wir wussten ja, das Thema würde irgendwann aufkommen, dass ein Vortrag war, wie heißt das? CCH am Dammtor. Ich weiß zwar nicht mehr, wer der Veranstalter war, wahrscheinlich eine der neurologischen Kliniken, wo man auch dazu eingeladen war und da sind wir dann auch spontan hin und gerade das war das Thema. Wo dann auch Frauen von ihren Erfahrungen berichtet haben und die Ärzte dann auch gesprochen haben. Und daher haben wir dann unser Vertrauen und unsere Informationen genommen, so dass dann für uns auch alles klar war, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, man sich selbst bereit fühlt, ja dann machen wir das. Und das war dann dank der Lemtrada Gabe, ach nein, Tysabri, genau, das war Tysabri, das hatte ich ein Jahr und ich war herrlich stabil in der Zeit, ich habe mich auch gut gefühlt, zusätzlich natürlich durch die Psychopharmaka, dass wir gesagt haben, ja, jetzt passt es.
Würden die Schwiegereltern nicht so sehr mit eingreifen, hätten wir gesagt, okay, das mit den Kindern, das funktioniert einfach nicht, das schaffen wir nicht. Aber deswegen haben wir jetzt zwei Kinder.
Wir sagen dann auch manchmal, Mama ist krank, Mama kann jetzt nicht. Manche Sachen gehen dann eben nicht, denn Kinder fragen ja alles, warum und warum kannst du nicht und das müssten die dann akzeptieren. Natürlich ist dann, wenn gerade davor Erkältungszeit war, oh ansteckend… nein, ich bin nicht ansteckend, nein Mama stirbt davon nicht, nein, Mama wird auch nicht wieder gesund. Aber es ist für Kinder ja auch wichtig, so was früh hinzunehmen, also damit auch in Kontakt zu kommen.
Wirkliche Einschränkungen glaube ich, merken die beiden im Alltag nicht. Dadurch, dass ich ja den ganzen Tag eigentlich mich darauf vorbereite, die beiden dann abzuholen und zu betreuen, das ist ja im Moment so das Wichtigste gerade, weil sie ja noch recht klein sind, merken die keinen Unterschied zu einer Mama, die dann sagt, so jetzt habe ich gearbeitet, jetzt will ich aber noch im Garten was machen."
Thema: Kinderwunsch und Familie