Kinderwunsch und Familie
Tanja Röhling, 32 Jahre alt
MS-Diagnose seit 2009
Frau Röhling erzählt hier, warum sie sich mit ihrem Mann gegen Kinder entschieden haben.
"Ja, da waren halt, also gerade mit den Ängsten, die man hat, Zukunftsängste und also ich bin ja auch verheiratet und dass man Angst hat, dass der Partner einen vielleicht irgendwann verlässt, wenn man halt nicht mehr laufen kann oder nicht mehr so kann, wie man halt einfach möchte. Und das war halt eine große Angst, mein Mann wusste das damals schon, als wir geheiratet haben, ich habe die Diagnose bekommen, da waren wir schon zusammen und er hat immer gesagt, er bleibt bei mir. Aber man hat da halt so… Kopfgespinste, die dann halt was anderes sagen. Und das hat mir ganz gut geholfen, da mit jemandem zu sprechen, der sich damit auskennt und einen da ein bisschen auf andere Gedanken bringt.
Ja, wir haben deswegen keine Kinder. Also wir haben uns bewusst dagegen entschieden, weil ich halt MS habe.
Ich merke selbst, wie anstrengend einige Sachen für mich sind und wenn ich mir vorstelle, ich habe noch ein kleines Kind bei mir und habe dann einen Schub, das würde ich gar nicht bewältigt bekommen. Meine Eltern und so, die würden immer hinter mir stehen und würden uns helfen, aber dafür setze ich kein Kind in die Welt, damit andere Leute sich dann um das Kind kümmern. Und darum haben wir ganz klar entschieden… mein Mann hat auch mit Blutdruck zu tun und so und dann haben wir gesagt, nein, das ist… da sind wir ja, egoistisch nicht, aber es ist halt einfach für uns so entschieden."
Thema: Kinderwunsch und Familie