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Kinderwunsch und Familie

Wiebke Seif, 37 Jahre alt

MS-Diagnose seit 2007

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Frau Seif berichtet, dass Kinder von MS Betroffenen soziale Kompetenzen und Engagement erwerben.

"Also es ist so, wenn man im normalen Leben ist mit der Familie, hat man schon manche Nachteile, weil man hat einfach nicht mehr diese Ausdauer, was die Kinder fordern, und dann ist es gut, wenn man Freunde hat, wo einem mithelfen, zum Beispiel die Kinder dann in die Schule fahren. Es ist aber so, dass die Kinder viel soziales Engagement entwickeln. Die haben überhaupt keine Berührungsängste, wenn dann die Mama im Rollstuhl sitzt oder der Papa. Für die ist das einfach normal. Ich würde sagen, die normale Welt wächst einfach mit ihnen auf. Das bedeutet, der Papa oder die Mama hat MS und die Kinder lernen einfach, man kann damit leben. Der Papa ist ja trotzdem da und der ist lieb und ist halt nicht so schnell oder die Mama ist nicht so schnell. Und man kann wirklich die Kinder so weit bringen, dass sie auch sagen: „Okay, jetzt muss ich halt mal das Geschirr abräumen, Mama kann halt einfach nicht mehr das Geschirr abräumen“, oder helfen kochen. Also mein Sohn kann super kochen. Das ist total schön. Also ich denke, es hat auch viele Vorteile. Die Kinder lernen eigentlich eher soziale Kompetenz. Also ich finde es wichtig, dass die Kinder wissen, was man hat. Viele Eltern trauen sich nicht, den Kindern das zu sagen. Also meine Kinder wussten das, das habe ich ihnen gleich gesagt und die fanden das auch okay."

Thema: Kinderwunsch und Familie

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