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Entscheidungsprozess für einen Rehaaufenthalt

Simone Gehder, 47 Jahre alt

MS-Diagnose seit 2015

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Simone Gehder wollte nach einem schweren Schub eine Rehabilitation beantragen und war sehr verwundert darüber, dass dieser Antrag nicht genehmigt wurde, nachdem sie sehr ausführlich in diesem ihren Zustand beschrieben hatte.

"Das kam eigentlich auch nur letztes Jahr durch diesen Schub, dass das Gespräch dann gewesen ist, ob ich mir nicht mal überlegen sollte, auf eine Reha zu gehen und habe dann für mich so überlegt und habe dann gedacht, okay, wäre vielleicht gar nicht so schlecht. Gerade, wie es mir auch zu dem Zeitpunkt ging, habe ich gedacht, wäre eine Reha toll, um einfach komplett herauszukommen und zur Ruhe zu kommen. Und habe das dann tatsächlich beantragt, beziehungsweise in die Wege geleitet und diesen Antrag letztendlich auch geschrieben und der wurde dann abgelehnt. Damals habe ich niemals gerechnet. Bin ich ehrlich, weil ich da schon ungeschmückt reingeschrieben habe, wie es mir ging zu dem Zeitpunkt. Und es ging mir wirklich letztes Jahr richtig schlecht und ich habe damit niemals gerechnet, dass man bei der Diagnose und deshalb auch zum ersten Mal zur Reha, dass man das ablehnen würde.

War dann so und das hat dann, glaube ich … Ich glaube, ich habe die Bewilligung dann bekommen nach Widerspruch und allem Drum und Dran. Im Mai habe ich, meine ich, den Antrag gestellt und Ende Oktober habe ich dann die Bewilligung bekommen und war jetzt im Januar, Februar, war ich auf Reha. Also es waren neun Monate vergangen, dass ich dann zur Reha war und ja, ich hätte sie zu dem Zeitpunkt nicht mehr gebraucht, weil es mir körperlich gesehen wieder ganz gut ging. Im Nachhinein natürlich ist es Quatsch, weil eine Reha immer guttut, weil man da ganz viele Impulse bekommt und da schwerpunktmäßig dann auch neurologisch ich ja gewesen bin und das war natürlich nicht schlecht gewesen.

Ja, ich hatte den Wunsch, in einer der Schmieder-Kliniken unterzukommen, aber dem wurde nicht entsprochen und die Rentenversicherung hatte mir eine Reha-Klinik vorgesagt und ich hatte dann überlegt, noch einmal Widerspruch einlegen, dann hätte das Ganze noch einmal Wochen gedauert. Darauf hatte ich keine Lust mehr, ich wollte dieses Projekt endlich abschließen. Und habe dann die Reha-Klinik genommen, die mir die Rentenversicherung dann vordiktiert hat, sagen wir es einmal so."

Thema: Entscheidung für oder gegen einen Rehabilitationsaufenthalt

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