Entscheidung gegen einen Rehaaufenthalt
Elke Conrad, 54 Jahre alt
MS-Diagnose seit 2010
Frau Conrad hat das Gefühl die richtigen Therapeuten und Ärzte gefunden zu haben, bei denen sie sich gut versorgt fühlt und hat sich aus diesem Grund gegen einen Rehabilitationsaufenthalt entschieden.
"Nein das habe ich jetzt nicht gemacht weil, als das damals ein Thema war, nach dem Krankenhaus hatte ich tatsächlich einen ganz tollen Physiotherapeuten und wirklich meine Ärztin, meine Hausärztin und auch der Neurologe, das waren Leute denen ich sehr vertraut habe und ich wollte da nicht weg. Ich wollte da nicht woanders hin. Ich musste mich mit Sachen auseinandersetzen und das muss ich eigentlich in der gewohnten Umgebung machen und dann habe ich dazu irgendwann meinen Standpunkt. Habe mich informiert, auch nicht zu viel, ich gucke halt, auch wenn ich mich im Internet informiere, dass ich tatsächlich sehr gerne auf die DMSG Seite gehe und tatsächlich nicht wild im Internet suche, was könnte da alles sein? Ich liebe es, wenn ich sachliche Informationen bekomme und dann sage ich: „gut, das weiß ich jetzt“, dann mache ich da das Häkchen ran und dann kann ich auch andere Sachen machen und zu dem Zeitpunkt war ich genau in dieser Situation, dass ich das für mich erst mal verarbeiten musste und deswegen habe ich diese Reha nicht gemacht und habe das dann tatsächlich alles zu Hause gemacht und das, glaube ich, war für mich der richtige Weg. Ich bin jetzt am überlegen ob ich es dann jetzt doch noch mal machen sollte, aufgrund dieser neuen Diagnose, dass ich da dann vielleicht mir doch noch mal Hilfe hole aber, das ist auch so individuell, das ist für jeden der passende Zeitraum anders und der war für mich definitiv nicht passend. Das war einfach zu früh."
Thema: Entscheidung für oder gegen einen Rehabilitationsaufenthalt