Logopädie
Klara Hensche, 55 Jahre alt
MS-Diagnose seit 2011
Bei Klara hat die Logopädie ihr bei ihren Schluckstörungen geholfen.
"Ja die Logopädie. Das ist ganz unterschiedlich, was der Mensch jetzt braucht. Vor allen Dingen am Anfang in der Reha-Klinik habe ich in der Logopädie erstmal viel gelernt über das Schlucken. Ich habe ja eine Schluckstörung. Wie das am besten funktioniert. Und was man so machen kann. Also das habe ich so gut inzwischen gelernt, hat meine Logopädin gesagt, da komme ich sehr gut zurecht.
Also wenn ich jetzt diesen Krampf in der Speiseröhre kriege, dann fliegt nicht das ganze Essen durch die Gegend, sondern ich sitze einfach ruhig da, ich kann aber nicht reden. Mein Umfeld weiß das inzwischen. Wenn mir einer Fragen stellt, ich kann nicht antworten. Es ist einfach so. Ich muss warten bis der Krampf nachlässt und dann alles runterschlucken kann. Und jetzt geht es da halt auch um vor allen Dingen Training von bestimmter Muskulatur. Und die untere Zungenmuskulatur, diese Ringmuskulatur, um die Lippen zu schließen. Ich bin so ein kleiner Springbrunnen, wenn ich mir die Zähne putze. Das wird immer auf den Patienten genau abgestimmt, was gerade nötig ist. Mal macht die auch nur Lockerungen, am Kopf vor allen Dingen. Das ist sehr gut, weil ich habe leider auch eben diese Krämpfe im Trigeminusnerv auf der rechten Seite. Wenn an meinem Körper ein starker Schmerzreiz ausgelöst wird, bekomme ich oft einen Krampf. Also das ist nicht lustig. Man vergisst sogar das Atmen in dem Moment. So stark ist das. Ich bin immer froh, wenn das weggeht. Manchmal ist es nur einmal, manchmal dauert es vielleicht eine Minute und es krampft dann noch mal. Das habe ich auch schon. Aber, na ja, man lernt halt, damit umzugehen. Was ich überhaupt finde, man muss einfach das beobachten und auch die Leute dann fragen, warum, weshalb, wieso. Einfach immer fragen, dass man einfach auch keine Angst vor bestimmten Dingen hat und lernt damit umzugehen. Vor allen Dingen, man muss es einfach lernen auch zu sagen, ich brauche mal Hilfe, können sie mir bei dem und dem und dem helfen. Sie müssen die Leute um Hilfe bitten. Das ist für manche nicht einfach. Gerade für Männer. Dieses, Nein, ich mache das allein. WUMS liegt er auf dem Fußboden. Das haben wir ja leider oft."
Thema: Rehabilitationsverfahren