Natalizumab
Karin Günther, 53 Jahre alt
MS-Diagnose seit 2007
Karin Günther hatte insgesamt zwei Immuntherapien ausprobiert. Natalizumab (Tysabri®) war ihre erste Therapie. Aktuell nimmt sie Ocrelizumab (Ocrevus™).
Frau Günther bekam das Natalizumab, als es neu auf den Markt kam. Sie fand die Handhabung gut und hatte keine nennenswerten Nebenwirkungen.
"Ja, ich habe wie gesagt 2007 das erste Mal die zwei Schübe gehabt. Und in diesem Jahr wurde ein Medikament quasi revolutionär neu auf den Markt gebracht. In der Vergangenheit gab es ja immer Immunsuppressiva, die man spritzte, und das war das erste Medikament, welches durch eine Infusion kam. Das war Tysabri®. Und das kam im März 2007 ungefähr auf den Markt. Und da diese Schübe bei mir sehr stark waren, wurde mir dieses Medikament empfohlen von der Klinik damals, die auch die MS festgestellt hat. Und ich habe dann auch gleich sofort dieses Medikament als Eskalationstherapie bekommen.
Die Infusionen waren immer gut in der Abwicklung. Ich habe die immer in einem ambulanten Tumorzentrum bekommen im Krankenhaus zum größten Teil. Einmal im Monat wurde die Infusion verabreicht. Das war zeitlich immer gut zu handhaben. Ich habe dann auch jeden Monat einen Tag frei gehabt aus dem Arbeitsleben. Das hat auch der Arbeitgeber mitgetragen, dass ich einen Tag im Monat diese Infusion bekomme und dafür ins Krankenhaus fahre. Ich musste die Zeit nicht nacharbeiten und gar nichts. Das war immer sehr vorteilhaft. Es hat bei mir nie Schwierigkeiten gemacht. Wie gesagt, Tysabri war bei mir sehr erfolgreich. Ich hatte nie Schwierigkeiten mit den Infusionen, ich habe keine Probleme mit den Venen. Das ist bei vielen auch eine Schwierigkeit. Aber das war bei mir auch immer sehr gut. Also für mich war das ein großer Gewinn, Tysabri®, sage ich für mich heute rückblickend, wie ein zweites Leben.
Mir ging es mit dem Medikament immer sehr gut. Nebenwirkungen hatte ich nicht wirklich. Habe ich nichts festgestellt. Am Anfang, als das Medikament verabreicht wurde, klar, musste sich mein Körper darauf einstellen. Da habe ich manchmal ein bisschen Kopfschmerzen bekommen, hat sich aber alles relativiert über die Jahre hinweg. Das Medikament war bei mir sehr wirkungsvoll. Ich hatte keine Schübe mehr über die ganze Zeit hinweg. Was bei Tysabri® dann auch eine Schwierigkeit ist, dass man diesen JC-Virus haben kann, wenn man den hat, dass man dann das Medikament nicht einnehmen kann. Das hat sich bei mir nie dargestellt, sondern ich war da immer negativ. Von daher konnte ich das Medikament auch zehneinhalb Jahre nehmen."
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