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Natalizumab

Fiona Böck, 44 Jahre alt

MS-Diagnose seit 2000

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Fiona Böck hatte insgesamt zwei Immuntherapien ausprobiert. Sie bekam zuletzt Natalizumab (Tysabri®).

Die Interviewte berichtet, dass sie keine Schübe mehr hat, seitdem sie das Alemtuzumab bekommt. Wie genau die Infusionsgabe vom Alemtuzumab abläuft, erzählt sie hier.

"Ich hatte dann keine... Also, erstmal noch Schübe, die immer wieder weggegangen sind und dann 2006 einen Schub, der zu einer Ganzstörung geführt hat, der mich eigentlich auf das Level gebracht hat, wie ich jetzt bin, so ungefähr. Ja, wurde zur Kenntnis genommen. Ich war damals im Urlaub, habe oral Cortison dann gekriegt und wurde besser unter Cortison, aber sobald das Cortison abgesetzt war, wieder schlechter. Zweimal, dreimal. Genau, und dann blieb es eben so und dann bin ich zwei Jahre später umgezogen in eine andere Stadt, nicht deswegen, und bin dort zu einem Neurologen und der hat dann gesagt ich soll in der Uniklinik mich vorstellen, weil möglicherweise sollte man das Medikament umstellen wegen diesem Schub eben. Der war vor zwei Jahren damals. Und da bin ich dann hin und die haben mir dann Tysabri® empfohlen und das habe ich dann gemacht, als wir dann mit dem alten aufgehört haben, das neue angefangen und seitdem gehe ich da einmal im Monat hin, kriege eine Infusion.

Dort ist es so: Da gibt es eine Tagesklinik, da muss man sein. Dann, wenn man eingecheckt ist vorne an der Anmeldung erstmal, meldet man sich auf der Station, wartet auf den Arzt bis er Zeit hat mit einem zu sprechen. Der muss jedes Mal, bevor die Nadel gelegt wird mit einem sprechen. Fragt einen, ob man Wesensveränderungen hat, ob man neue Symptome hat, also im Prinzip diese PML-Sachen ab. Und auch ob es eine Verschlechterung gibt. Außerdem wird einmal im Halbjahr, muss ich zum Hausarzt gehen, Blutbild machen lassen und die machen in der Uniklinik diese JC-Virus Antikörper-Kontrolle um das PML-Risiko einschätzen zu können. Und außerdem gehe ich extern einmal im halben Jahr zum MRT und bringe denen dann immer die Ergebnisse und ja. Dann habe ich mit dem Arzt gesprochen, der legt mir dann die Nadel und im Anschluss gibt es meistens noch eine Wartezeit bis dann die zuständige Schwester eben Zeit hat und mir den Beutel anhängt. Dann läuft das Medikament etwa eine Stunde und nach dem Medikament gibt es noch Kochsalzlösung, unterschiedlich zehn bis zwanzig Minuten. Ich merke überhaupt nichts davon. Weder, dass ich dann plötzlich ganz toll gehen kann, noch dass es mir irgendwie schlecht wäre. Ich hatte keinen Schub seither. Das ist die Langzeitwirkung, aber direkte Wirkung habe ich weder im Positiven noch im Negativen. Genau. Es ist ein Zeitaufwand, aber dafür, dass ich keinen Schub habe, bin ich sehr einverstanden damit."

Thema: Natalizumab

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