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Arbeit und Ausbildung

Lisa Reimer, 23 Jahre alt

MS-Diagnose seit 2016

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Lisa hat ihr Studium angefangen. Am Anfang hatte sie Sorge, ob sich das Studium gut mit der Erkrankung und der Nebenwirkung der Immuntherapie Dimethylfumarat (Tecfidera®) vereinbaren lässt.

"Gerade das Studium, das ich ja jetzt vor Kurzem auch erst angefangen habe, ich bin ja nun mittlerweile im zweiten Semester, habe ich mir vorher schon gedacht so, das wird sicher anstrengend und du wirst sicher auf Leute treffen, die dich irgendwie komisch angucken oder es nicht verstehen oder weiß ich nicht was. Man sieht es ja eben doch manchmal, wenn ich dann dieses rote Gesicht habe und dann fragt man sich vielleicht, warum hat sie denn jetzt ein rotes Gesicht, was ist ihr denn jetzt peinlich oder weiß ich nicht was. Aber man gewöhnt sich ja irgendwie an alles. Und ich dachte auch anfangs, das wäre so super anstrengend alles und ob ich das überhaupt irgendwie schaffe. Und war auch anstrengend, aber man findet seinen Weg. Also es gibt auf jeden Fall Möglichkeiten, irgendwie, weiß ich nicht, wenn es zu anstrengend ist, mal eine Pause einzulegen oder was. Oder wenn alle anderen irgendwie feiern gehen, aber man selber eigentlich komplett müde ist, dass man dann eben einfach sagt: „Nein, heute nicht.“ Es gibt auch die Leute, die einen dann eben verstehen und mit denen hat man dann eben zu tun und das passt dann eigentlich alles irgendwie. Irgendwie findet sich alles. Also ich war da auch wirklich angespannt vor dem Studium, aber da soll man einfach ganz entspannt rangehen und das auf sich zukommen lassen einfach. Man kann vorher nicht sagen, wie es laufen wird. Man sieht es dann einfach und dann reagiert man spontan. Ich glaube, das nimmt einem sehr viel Stress, als wenn man sich vorher schon irgendwie verrückt macht und sagt so: „Ah und mhm, weiß ich nicht, wie das alles wird und überhaupt und wie schaffe ich das mit meinen Medikamenten.“ Irgendwie läuft das schon."

Thema: Arbeit und Ausbildung

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