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Arbeit und Ausbildung

Daniela Sandmann, 57 Jahre alt

MS-Diagnose seit 2006

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Daniela Sandmann ist auf der Arbeit offen mit ihrer Erkrankung umgegangen und dadurch viel auf Verständnis gestoßen.

"Im Arbeitsleben nach der Diagnose habe ich auch nicht lange gefackelt, sondern ich bin gleich zu meinem Chef hingegangen. Damals war ich an der Volkshochschule tätig. Und bin direkt hingegangen und habe gesagt, das und das habe ich gesagt gekriegt. Ich will es nur gleich sagen. Ich weiß nicht, ob etwas passiert. Wahrscheinlich passiert vielleicht gar nichts, weil ich Medikamente habe. Aber wenn etwas passieren sollte, dann läuft das so und so ab. Und ich habe zum Glück – ich weiß, dass es andere Situationen bei anderen gibt – das Glück gehabt, dass ich immer auf Verständnis gestoßen bin. Und bei meiner jetzigen Chefin, da bin ich jetzt seit 10 Jahren an der Uni, da bin ich im Vorstellungsgespräch – außer, dass ich sofort Urlaub verlangt habe, was vielleicht schwerwiegender war – sofort hin und habe gesagt, das und das läuft. Ich habe MS. Man sieht es mir noch nicht so richtig an, aber vielleicht kann, und so. Und das wurde akzeptiert. Das wurde jedes Mal akzeptiert, wenn ich, als ich kam dann einen Behindertenausweis vom Grad 30, über 50, 70, inzwischen sind es 90 Grad. Und inzwischen kocht die Chefin mir das Teewasser am Morgen, weil ich mich schlecht bewegen kann."

Thema: Arbeit und Ausbildung

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