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Einschränkungen und Anpassungen

Elke Conrad, 54 Jahre alt

MS-Diagnose seit 2010

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Elke nimmt sich aufgrund der Fatigue nicht mehr so viel vor und macht Pausen, um sich zu erholen.

"Dadurch das ich nicht mehr arbeite gehe, brauche ich jetzt nicht mehr um sechs Uhr aufstehen, mache es trotzdem mit meinem Mann aber egal. Im Winter lege ich mich dann noch mal hin. Ich habe tatsächlich einen relativ kleinen Aktionsradius durch die Fatigue. Das heißt, ich muss relativ viele Pausen machen und ich habe eigentlich, wenn ich morgens aufstehe dann sage ich: „okay, ich mache jetzt heute das, das und das“ und dann passiert nämlich das, dass ich sage: „gut, ich kann jetzt nicht mehr, ich muss jetzt mal aufhören“ und das ist einfach so. Inzwischen habe ich gelernt, das ist mir sehr schwer gefallen zu sagen, Du nimmst Dir nur ein bis zwei Dinge am Tag vor und die machst Du auch und mehr nicht. Wenn ich zum Beispiel zur Physiotherapie fahre, dann bin ich zwei Stunden unterwegs und dann würde ich eigentlich danach noch einkaufen gehen oder diverse andere Dinge machen, weil das ja alles auf dem Weg liegt. Das mache ich heute nicht mehr, ich habe dann, selbst wenn ich mir das manchmal vorgenommen habe das zu machen, habe ich dann gesagt: „nein, Du machst das nicht. Das tut Dir nicht gut“ und ich festgestellt habe, wenn ich tatsächlich dann weiter mache, dann geht es mir oder dann erhole ich mich noch schlechter, dann brauche ich viel mehr Zeit um mich zu erholen und wenn ich Zuhause sein kann, dann kann ich mir meinen Tag so einteilen, dass ich tatsächlich die Balance finde, zwischen dem was ich tue und ausruhen. Und dann komme ich auch gut über den Tag und mein Körper meldet sich sehr massiv wenn er der Meinung ist, das reicht jetzt. Das geht wieder los, erst mal der Rücken tut dann weh, dann kommt wieder der Schwindel, das sind so diese Schubsymptome die da waren, die melden sich dann so ganz leicht und dann gibt es einfach so ein, diese Rückmeldung bekomme ich einfach von mir selber, stopp, das reicht jetzt und ich habe gelernt das tatsächlich anzunehmen und das ist großartig und damit komme ich ganz gut zurecht und wenn wir jetzt so Freunde treffen und so weiter, dann lege ich mich vorher halt praktisch noch mal hin. Ich schlafe nicht aber tatsächlich, ich muss mich körperlich noch mal ausruhen und dann ist auch das kein Problem und für so größere Unternehmungen, dann habe ich halt auch immer Schmerztabletten dabei, die helfen mir dann wieder das ein bisschen zu überbrücken. Ansonsten mache ich heute einfach Pausen. Wenn ich irgendwo unterwegs bin und es geht nicht weiter, dann sage ich: „gut, jetzt muss ich mich hinsetzen“ und dann sitze ich eben auch und das ist immer noch ein bisschen komisch aber so funktioniert das."

Thema: Einschränkungen und Anpassungen

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