Optimismus und Offenheit
Franziska Krahl, 36 Jahre alt
MS-Diagnose seit 2001
Für Franziska Krahl hat es lange gedauert zu verinnerlichen: „Ich habe MS und es geht mir gut“.
"Es ist ja auch oft so oder zumindest am Anfang, als ich krank war, war das, glaube ich, oft das Gefühl: Ja, ich bin krank, aber trotzdem mache ich das. Trotzdem reise ich nach Südamerika und so weiter. Ich habe für mich, glaube ich, lang gebraucht zu sagen…
… ich habe MS, aber trotzdem geht es mir gut, also dieses trotzdem, das hat mich, glaube ich, lange Zeit gestört, weil es irgendwie etwas Hartes hat, weil es irgendwie so eine Trotzigkeit hat, die mir eigentlich nicht so gut gefällt oder die ich eigentlich nicht in meinem Leben haben möchte. Es hat lange gedauert, dass ich sagen kann: Ich habe MS und es geht mir gut, also nicht aber, sondern und. Ich habe MS und es geht mir gut. Und das ist ein Widerspruch irgendwie und gleichzeitig ist es keiner. … Irgendwie tatsächlich zu fühlen, hat wahnsinnig lange gedauert, ein Jahrzehnt, länger letztendlich, aber es ist eine große Erleichterung letztendlich gewesen, mich nicht mehr so sehr anzustrengen irgendwie darin, sondern zu sagen, es gibt Teile, die kann ich nicht kontrollieren und werde sie auch nie kontrollieren können, potentiell ist die Krankheit unglaublich stark und potentiell kann sie mich zerstören oder zumindest an einen Punkt bringen, der einer Zerstörung gleicht, gleichzeitig geht es mir gut."
Thema: Optimismus und Offenheit