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Optimismus und Offenheit

Heinrich Forst, 50 Jahre alt

MS-Diagnose seit 1996

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Herrn Forst half es, offen mit der MS umzugehen und auf Anraten seines Arztes dafür zu sorgen, dass es ihm gut geht.

"Ich gehe offen mit MS um. Also, ich trage es nicht vor mir her, aber wenn was gesagt wird, oder wenn ich für mich tatsächlich mal Einschränkungen erlebe, spreche ich das offen an und ich habe toi, toi, toi noch nie Pech gehabt, dass ich irgendwo negativ aufgelaufen bin. Es ist immer noch schön zu sehen, dass nicht wirklich viele mit MS etwas anfangen zu können. Für viele scheint es immer noch was ganz Diffuses zu sein oder im Notfall ist es dann Muskelschwund, da habe ich das Gefühl so ein bisschen trifft es auch zu, weil je weniger man macht, desto mehr laufen einem die Muskeln weg. Die schwinden dann tatsächlich, aber nein, also dann wird es kurz erklärt und dann habe ich das Gefühl, ist die Masse auch mehr oder weniger ruhig. Liegt vielleicht auch an meinem Umfeld, liegt an meiner Art, ich weiß es nicht, aber ich habe toi, toi, toi noch nie Pech gehabt, und wenn es mal Pech sein sollte, dann habe ich nicht Pech, sondern dann haben die Leute Pech, dann ist es echt nicht mein Ding. Dann ist es schade um sie, aber Leute kommen, Leute gehen.

Ich fand die Aussage, die mein Arzt damals gemacht hat, „Sorge dafür, dass es dir gut geht und dann geht es auch diese, mit MS gut“, ich finde, das stimmt. Ich glaube, dass die MS keine so große Bedeutung hat, weil ich ihr keine so große Bedeutung gebe, weil ich weiß, sie ist da. Und ich weiß, sie wird immer gewinnen. Also ich würde hier keinen großen Kampf anfangen wollen, weil, oder keine Bedeutung schenken, weil, sie ist da, sie schlummert und wenn ich sie nicht beachte, ja, dann ist sie erst mal einfach weg und wenn es mir gut geht, habe ich für mich das Gefühl gehabt, dann, dann, ist sie gar nicht so präsent. Also ich, mir fällt es auf, sie taucht auf, wenn es mir schlecht geht. Wenn es mir gut geht, ist sie nicht wirklich, ist sie nicht zickig. Wenn es mir, wenn ich mich gerade seelisch sehr angespannt fühle, noch nicht mal körperlich, sondern wenn ich mich seelisch sehr angegriffen fühle, dann sagt sie, hallo hier, jetzt möchte ich auch Beachtung, das hat, ich würde immer, dass ich ihr nicht so viel Platz gegeben habe. Ich weiß, sie ist da, sie hat ihre Berechtigung, aber sie ist nicht mein Mittelpunkt. Und wenn sie will, meldet sie sich und ich weiß, sie will sowieso immer gewinnen. Deshalb, wenn sie meint, sie muss jetzt laut werden, dann gehe ich zum Arzt, dann kriegt sie Kloppe mit Kortison oder mit anderen Mitteln, aber, das ist so ein Kampf, den will ich gar nicht eingehen. Also ich, ich würde sie nicht zur, ich selber keinen so großen Wert geben. Das, ob mir das geholfen hat, weiß ich nicht, aber es macht mein Leben leichter. Weil, sie ist da.

Ich finde, das hat persönlich für mich, für meine Persönlichkeit optimal. Weil das ist, es klingt manchmal komisch und das heißt immer, das ist so einfach gesagt, ich finde, es ist einfach. Die Pro, wenn wir so ein bisschen ehrlich zu uns, oder wenn ich ehrlich zu mir bin, oder auch wenn ich mit anderen viel spreche, die meisten Probleme machen wir uns echt selbst. Da wird eine Gewichtung in etwas gelegt, was keiner gemacht hat, aber man selber, und man sieht auf einmal einen Berg und andere denken sich, was ist das da für ein Sand Krümel auf dem Weg und ich sehe da auf einmal ein riesen Ding, wo ich sage, ja, dann, nein, das ist, ich habe schon mit mir genug Probleme, da brauche ich, das Ding brauche ich nicht."

Thema: Optimismus und Offenheit

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