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Psychologische Therapie

Albert Klein, 53 Jahre alt

MS-Diagnose seit 2015

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Albert und seine Frau entschieden sich für eine Paartherapie, da sie erkannten, dass beide Ängste bezüglich der MS haben. Dadurch entwickelten sie ein besseres Verständnis für die jeweilige Situation des anderen.

"Nicht nur ich hatte natürlich Angst nach dieser Diagnose, sondern meine Frau natürlich auch. Das Leben verändert sich. Es stellen sich die Fragen. Meine Fragen waren: Was kann ich noch leisten? Also vielleicht auch eine typische männliche Herangehensweise. Was kann ich noch leisten? Sicherlich auch eine Infragestellung der Männlichkeit war mit Sicherheit mit dabei. Und für meine Frau war es sicherlich so, dass für sie die Frage war: „Um Gottes Willen, was muss ich denn jetzt alles anfangen zu leisten? Wird er ein Pflegefall so innerhalb von sechs Monaten?“ Das heißt, nicht nur mein Leben hat sich komplett verändert, sondern auch das Leben meiner Frau hat sich komplett verändert. Und während ich durch die Informationen von der Deutschen Multiplen Sklerose Gesellschaft eigentlich relativ schnell in Watte gepackt war in dem ganzen Prozess, war meine Frau relativ alleine dabei. Sie wurde zwar gut abgefangen im Freundeskreis bei der ganzen Geschichte, aber das reicht nicht.

Und von daher, als wir das erkannt haben, dass meine Frau mit denselben Ängsten, also nicht dieselben, also auch mit Ängsten konfrontiert ist durch die Diagnose, haben wir uns auch wieder an die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft gewandt und haben dort die Möglichkeit bekommen, eine Paartherapie zu machen. Das bedeutet, das ist nichts anderes, als dass man eine Gesprächsmöglichkeit hat. Mit einer Psychologin war das hier in München. Und damit werden die Dinge, die vielleicht sonst unausgesprochen bleiben, die können dann kommuniziert werden innerhalb der Partnerschaft. Und so bekam ich ein größeres Bewusstsein für die Situation meiner Frau und meine Frau bekam ein größeres Bewusstsein für meine Situation und das war nicht etwas, was mal eben so nach drei Treffen vorbei war. Also mit Sicherheit waren das zwei Jahre an Gesprächen in unregelmäßigen Abständen. Das muss man sich jetzt nicht wöchentlich vorstellen, das ist da so alle zwei Monate mal so ein Gespräch. Aber das war ein sehr, sehr wichtiges Element, um also uns in die Erkrankung einzufinden dabei."

Thema: Psychologische Therapien

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