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Psychologische Therapie

Luise Kampen, 29 Jahre alt

MS-Diagnose seit 2013

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Luise Kampen probierte die Psychotherapie aus, aber stellte für sich fest, dass sie diese nicht braucht und mehr auf die „Schulmedizin“ vertraut.

"Es wird ja schon empfohlen … Was heißt es wird empfohlen. Viele Leute machen begleitend zur medikamentösen Therapie eine Psychotherapie. Ich war mal bei einer Psychologin. Ist ja nicht so, dass ich nichts von diesem Thema halte oder das ich sage, gut, das ist Quatsch. Ich habe nur für mich festgestellt, dass ich es nicht brauche. Ich vertraue der Wissenschaft und der Medizin, der klassischen Medizin. Und es funktioniert für mich einfach gut. Klar, gab es Medikamente, die jetzt nicht gewirkt haben. Aber so ist es nun einfach. Wenn man bei einer Krankheit, bei der man nicht weiß wie sie genau entsteht, da kann man auch nicht genau wissen warum ein Medikament wirkt und warum ein Medikament nicht wirkt. Ja. Ich halte auch nicht so unbedingt viel von Alternativen Therapien. Ich halte nichts von Homöopathie. Auch generell. Ganz unabhängig von der MS.
Na, in dem Jahr bevor die MS bei mir diagnostiziert worden ist, ist mein Papa gestorben. Und es kann natürlich schon sein, dass es irgendwie Auswirkungen gibt. Wir haben dann darüber geredet, ob es Praktisch so eine Art Unterdrückung von Emotionen ist. Und sie hat … Also die Therapeutin hat mir damals einfach auch direkt gesagt, sie brauchen keine Therapie. Das ist nicht, dass sie da irgendwas nicht verarbeitet haben oder sonst was. Natürlich leidet man unter dem Tod von einem sehr nahen Angehörigen. Aber ist nicht so, dass ich da irgendwelche Emotionen habe, die ein Problem darstellen. Ja. Genau. Ansonsten wüsste ich auch nicht … Ich meine, natürlich gab es in meinem Leben viel was natürlich nicht so toll lief. Also, klar, der Tod von meinem Papa. Meine Eltern haben sich scheiden lassen als ich in der Pubertät war. Das war eine schlimme Zeit, aber das ist jetzt nicht so, dass ich irgendwas in meinem Leben erlebt habe wo ich sage, ja, da habe ich was in mich hinein gefressen oder nicht verarbeitet. Was viele MS-Patienten sagen, dass sie irgendwas in ihrem Leben haben, was sie extrem belastet, was sie nicht verarbeitet haben. Aber das habe ich tatsächlich nicht unbedingt. Ja."

Thema: Psychologische Therapien

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