Fingolimod
Johannes Manske, 56 Jahre alt
MS-Diagnose seit 2007
Johannes Manske hatte insgesamt drei Immuntherapien ausprobiert. Aktuell nimmt er Fingolimod (Gilenya®)
Herr Manske musste aufgrund von niedrigen Leukozyten-Werten seine vorherige Immuntherapie absetzten und hat dann mit Fingolimod angefangen. Die Handhabung fiel ihm leicht und er berichtete, keine spürbaren Nebenwirkungen gehabt zu haben.
"Und als ich dann das Tecfidera® genommen habe, war ich sehr unsicher am Anfang. Das hatte ich dann halt auch zwei Jahre genommen und dann wurde bei den Blutwerten festgestellt, dass eben die Lymphozyten unter dem angezeigten Wert, der nicht unterschritten werden darf, weil es dann auch zu Todesfällen gekommen ist, da war der Grenzwert 500 und der war teilweise auf 450. Wo ich dann gesagt habe, wo dann auch die Berichte waren, roter Brief, was es alles gegeben hat, was im Internet veröffentlicht wurde, dass das Tecfidera® eigentlich nicht mehr so als das Gold-Medikament dargestellt wurde und da habe ich dann mit meinem Neurologen zweimal eine Pause eingelegt, wir hatten also danach für ein paar Wochen, die genaue Zahl weiß ich nicht, ich glaube, sechs Wochen habe ich kein Medikament genommen und haben dann das Tecfidera® wieder angeflutet, das gibt es ja in zwei Stärken. Und dann habe ich eben… sind die Lymphozyten-Werte wieder hochgegangen, aber nach einem halben Jahr waren die wieder auf dem gleichen niedrigen Wert. Und dann haben wir entschieden, nach zwei Jahren, ein anderes Medikament auszuprobieren und dort habe ich dann auch die Universität, in der ich auch betreut werde, auch Gespräche gehabt, was nimmt man, Aubagio® oder nimmt man Gilenya®, da hieß es dann auch, das Gilenya® ist eigentlich eine Eskalationstherapie, aber es wird dann halt eben für mich das richtige Medikament sein. Da müssen natürlich dann wieder andere primäre Untersuchungen gemacht werden, auch vom Kardiologen, das Herz muss überprüft werden, dass das Herz eben auch dementsprechend stabil ist. Dazu muss man dann zum Augenarzt, um dann Makulaödem Ausschlussdiagnostik dann halt zu betreiben. Und dann auch mal zum Hautarzt, um dann eben Hautveränderungen zu sehen. Dann alle drei Punkte, Haut, Augen und Herz dann halt negativ beeinflusst werden können in der Form von Nebenwirkungen über das Gilenya®. Ja, da habe ich dann halt eben vor zwei Jahren mit Gilenya® angefangen.
Ich nehme es morgens, esse es dann eben zum Frühstück, morgens wenn ich aufstehe, das erste was ich nehme, ist dann halt eben mein Fampyra®, das nehme ich dann wenn ich im Bett liege noch. Und dann gehe ich ins Bad und danach halt eben wenn ich frühstücke, nehme ich das Gilenya®, ganz normal, mit den anderen Vitamin-Präparaten, die ich da habe.
Keinerlei, keinerlei spürbare Nebenwirkungen gehabt, in keinster Form, kein Flush-Syndrom, keine Magen-Darm-Schwierigkeiten, gar nichts. Auch keine depressiven Thematiken, überhaupt nichts. Und seitdem fühle ich mich dann halt auch sehr, sehr stabil. Ich kann jetzt wieder relativ gut Sport machen, und ich habe dann halt auch eben festgestellt, auch durch Internetberichte und auch durch ärztliche Gespräche, dass man über eine sportliche Aktivität keinen Schub auslösen kann. Okay, man glaubt es und probiert es dann halt eben aus. Ich bin wieder ins Fitnessstudio gegangen und habe dann auch wirklich Krafttraining gemacht und habe festgestellt, dass gerade das Krafttraining, gerade für die Beine, an guten Geräten, weniger mit freien Gewichten, weil es eben auch durch die Disbalance nicht ganz so günstig ist. Aber dann halt an guten Geräten trainiert, auch wirklich mit richtig starken Gewichten und dort habe ich gemerkt, über ein gutes Vierteljahr, ging auch das Gehen wieder besser."
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