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Interferone

Daniela Sandmann, 57 Jahre alt

MS-Diagnose seit 2006

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Daniela Sandmann hatte insgesamt zwei Immuntherapien ausprobiert und mit dem Interferon (Avonex®) angefangen. Aktuell macht sie keine Immuntherapie.

Frau Sandmann war durch das Avonex® lange schubfrei, berichtet aber unter grippeähnlichen Symptomen gelitten zu haben. Als eine neue Immuntherapie in Tablettenform auf den Markt kam, hat Sie ihre Therapie gewechselt.

"Und der damalige Neurologe, der jetzt aber schon im Ruhestand ist, der hat mit mir geredet und hat mich aufgeklärt über die verschiedenen Möglichkeiten der Therapie. Und hat halt gemeint, nachdem schon drei größere Herde sichtbar waren im MRT, wovon einer noch aktiv war, dass er eben dazu rät, dass wir direkt mit der Immuntherapie anfangen. Und da sind wir die verschiedenen Möglichkeiten… Das war eben 2006. Da hatte man dann die verschiedenen Möglichkeiten von Selbstspritzen… Da ich kein Fan von Spritzen in die Bauchdecke, also subkutan, bin, war es mir dann irgendwie… Angenehm war es nicht, aber es war okay, mich einmal in der Woche ins Bein zu piksen und mir das Avonex® reinzujagen, also das Interferon-Präparat. Und das hat auch dann wirklich insofern stabilisiert, als wirklich zunächst keine Schübe aufgetreten sind. Also ich war schubfrei bis 2009. Der Übergang 2009-2010 war dann ein erster Schub, aber der war auch nicht so heftig. Also den hat man mit einem Cortison über vier Tage auch nur wieder weggekriegt. Und es blieb keine Beeinträchtigung, nennbare, zurück. Und dann habe ich mein Leben normal weitergelebt. Inzwischen sind wir auch umgezogen gewesen. Und dann habe ich angefangen, eine Wiedereingliederung im Beruf zu machen. Hat auch geklappt, habe angefangen, halbtags zu arbeiten, die Kiddies in der Schule. Ganz normales Familienleben, alles ging weiter. Und dann hatte ich allerdings gehört, dass ein Präparat in Tablettenform auf dem Markt kommen soll. Und da ich Avonex® im Prinzip vertragen habe, aber jeden Samstag, so wie man bei uns sagt, die Grippe an den Ranzen gespritzt habe, wollte ich eben die Gelegenheit wahrnehmen, wenn es etwas gibt, wo ich nicht spritzen muss, umzusteigen.

Was nicht so ganz angenehm war, war tatsächlich, dass ich jedes Mal, wenn ich es mir gespritzt habe, von Anfang… Also die ersten drei Mal waren ganz schlimm. Das allererste Mal war super schlimm. Da war ich mit 41 Grad und Schüttelfrost auf er Couch gelegen, die Familie tobte um mich herum und wusste nicht, was sie machen sollen. Ich habe gesagt: Das ist die Spritze. Morgen früh geht es mir wieder besser. Und das war auch so. Und das ließ dann auch ein bisschen nach. Aber dass ich mich… Also wenn ich samstags gespritzt hatte, wusste ich, dass der Sonntag verloren ist. Also für mich waren die Wochenenden kaputt. Und da habe ich meistens dann angefangen, Freitag abends zu spritzen, dass ich samstags krank war sozusagen, aber den Sonntag noch vom Wochenende habe. Also das waren die Auswirkungen bei mir."

Thema: Interferone

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