Sport Anfangen
Juliane Frank, 41 Jahre alt
MS-Diagnose seit 1995
Viel Sport hatte Juliane vorher nicht gemacht, bis sie zunehmend Schübe hatte. Sie entschied sich regelmäßig ins Fitnessstudio zu gehen und behielt es in ihrer Alltagsroutine bei.
"Also ich habe eben die Krankheit schon mit achtzehn gekriegt und da habe ich zwar schon immer so ein bisschen Sport gemacht, beim Radfahren mal oder Schwimmen, klar, aber arg viel habe ich da nicht gemacht. Immer wieder mal etwas. Und dann habe ich halt immer wieder so Schübe gehabt und dann habe ich mir halt irgendwie gedacht, ich wollte mich damit nicht abgeben, dass ich jetzt da… Weil es haben ganz viele gesagt: „Ja, in ein paar Jahren landest du im Rollstuhl“, und das wollte ich natürlich nicht. Um Gottes Willen. Und dann habe ich halt alles Mögliche geschaut, was ich machen kann, dass das irgendwie besser wird. Und dann bin ich ins Fitness gegangen oder ich habe dann eben, durch eine Freundin haben wir gesagt, wir machen miteinander eben Fitness und dann hat mir das auch total Spaß gemacht und seitdem, eigentlich seitdem ich 23, 24 bin, mache ich jetzt wirklich ganz kontinuierlich jede Woche zwei-, dreimal Sport im Fitness. Immer so zwei, drei Stunden bin ich da und das mache ich wirklich ganz kontinuierlich. Da bin ich auch ganz streng dahinter, dass ich das jede Woche mache. Und ich meine, mir macht es natürlich auch Spaß, darum mache ich es auch gerne, und seitdem mache ich halt Fitness und schaue, dass ich sportlich eben viel mache, schwimmen gehen und Radfahren.
Ja, bis vor vier Jahren konnte ich auch noch auf den Berg hochgehen, also so wandern und so etwas oder zum Walken gehen. Das geht natürlich jetzt seit 2014 nicht mehr, weil es eben mit meinen Füßen, jetzt mit dem linken Fuß immer ein bisschen schlechter geworden ist, dass der nicht mehr so wollte, wie ich will. Darum gehen halt gewisse Sachen jetzt nicht mehr so, aber Fitness geht nach wie vor, weil das ist ja alles auf dem Crosstrainer oben oder so zum Beispiel. Das sind ja alles so geführte Bewegungen, wo ich auch noch machen kann, wo ich jetzt keine Angst haben muss, dass ich irgendwo stolpere oder hängenbleibe, so wie halt eben in der freien Natur draußen.
Und ich schaue halt einfach, ich bin halt echt dahinter, dass ich halt Sport immer, immer Sport mache. Egal, auch wenn ich auch mal ein bisschen ein komisches Gefühl im Bein habe oder so, mache ich trotzdem Sport, halt leichten Sport dann einfach und nicht übertreiben und nicht zu sehr auspowern, aber halt immer Bewegung. Und ich finde, das ist ganz wichtig, dass man Bewegung hat. Meine Oma hat immer gesagt, wer rastet, der rostet, und irgendwas ist da schon dran, an so Sprüchen."
Thema: Bewegung und Sport