MS Diagnose
Sabine Raue, 21 Jahre alt
MS-Diagnose seit 2017
Die Diagnose wurde Sabine zwischen Tür und Angel im Krankenhaus mitgeteilt, die erst einmal in einem Art Schockzustand und mithilfe ihrer Schwester verarbeitete. Auch ihre Eltern wurden kontaktiert, obwohl sie bereits 19 Jahre alt war.
"Ja also 2016 hatte ich im Herbst so ein Missempfinden im linken Bein. Das war ungefähr drei Tage lang und auch ziemlich stark. Also es war richtig eingeschlafen und ich konnte kaum laufen. Ich weiß noch, dass ich irgendwann nachts in der Notaufnahme war damit. Und mir wurde gesagt, „Das ist ein eingeklemmter Nerv. Das kann mal passieren.“ Und dann wurde ich wieder nach Hause geschickt. Es ging dann auch von alleine wieder weg nach ein paar Tagen. Und weiter ist da nichts passiert. Ein paar Monate später, kurz vor Silvester, da hatte ich dann starke Beschwerden in der rechten Hand. So, das war richtig schmerzhaft, so dass ich auch nicht mehr warten konnte auf einen richtigen Arzttermin, den hätte ich Ende Januar gehabt bei dem Neurologen. Ich bin dann Anfang Januar ins Krankenhaus gekommen. Und dort haben sie dann alle Tests mit mir gemacht. Ich glaube, nach einer Woche ungefähr haben sie mir dann den Verdacht der MS mitgeteilt.
Die Diagnose kam, glaube ich, offiziell dann erst im Juni, mit dem zweiten Schub. Aber ich habe es von Anfang an gewusst. Und habe dann ja auch schon die erste Medikation bekommen, direkt ab Januar. Und, genau, die richtige Diagnose dann, haben sie mir erzählt, können sie erst mit dem zweiten Schub machen. Der war dann im Juni und dann stand das fest.
Also erst einmal gar nicht. Also ich habe die Diagnose wirklich so zwischen Tür und Angel bekommen, als ich da im Krankenhaus lag: „Ja. Sie haben MS. Und auf Wiedersehen.“ Dann sind die Ärzte alle wieder raus gegangen. Und ich lag da. Erstmal, glaube ich, habe ich eine Stunde lang gar nichts gemacht. Sondern war ein bisschen erstarrt. Ich habe meine Schwester dann heulend angerufen. Die wusste das dann sofort. Die kam auch vorbei, direkt. Und ist mir beigestanden. Meinen Eltern wurde es von den Ärzten erzählt, obwohl ich erwachsen bin. Ich weiß nicht, warum. Also ich war ja 19 Jahre alt zur Diagnose. Trotzdem wurden meine Eltern informiert. Ich weiß nicht, was das sollte."
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