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MS Diagnose

Elke Conrad, 54 Jahre alt

MS-Diagnose seit 2010

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Frau Conrad hatte bei der Diagnosestellung ein Gefühl der Erleichterung, dass ihre diffusen Symptome nun endlich eine Bezeichnung hatten.

"Ich habe zwei Kinder, war voll berufstätig, meine Kinder sind inzwischen erwachsen und aus dem Haus und es gab so eine Zeit, da saß ich in meinem Büro und dann hatte ich so das Gefühl schon morgens 10:00 Uhr, oh, ich könnte jetzt den Kopf auf den Tisch legen und einfach schlafen und ich habe auch gemerkt, dass viele Dinge ich mir einfach nicht mehr merken konnte und mich Nebengeräusche extrem gestört haben und ich unglaublich müde war und auch viele Dinge mir dermaßen nahe gegangen sind. Nun ist es auch so, ich habe schon sehr, sehr viele Jahre immer unter Rückenschmerzen gelitten und irgendwann habe ich dann gedacht, okay, das ist vielleicht alles ein bisschen viel, vielleicht brauchst Du tatsächlich mal eine Reha, mal eine Auszeit und da ich so sehr ungern zum Arzt gehe, habe ich das dann immer verschoben und eines Tages war es dann so, dann bin ich nachts wach geworden und zur Toilette gegangen und letztendlich hatte ich das Gefühl, ich habe noch was unter meinem Fuß, unter meinem rechten Fuß. Ich konnte meinen rechten Arm nicht mehr heben und da habe ich dann gedacht, gut, das ist bestimmt dann morgens wieder weg. Es war aber nicht so und eigentlich wollte ich zur Arbeit fahren, habe dann aber gedacht, na vielleicht fährst Du doch mal bei dem Orthopäden vorbei, weil die Halswirbel, da am Nacken ist verspannt, bestimmt kommt das daher. Jetzt war allerdings diese Ärztin nicht da, die hatte einen Unfall auf dem Weg zur Arbeit und ich bin dann doch vorsichtshalber zu meiner Hausärztin gefahren und die wiederum hat dann gleich den Neurologen angerufen und hat mich gleich dorthin geschickt. Ja und er wiederum hat mich dann gefragt ob ich in das Krankenhaus gehen würde zur Diagnostik, weil ich dann inzwischen auch die Hand nicht mehr richtig bewegen konnte und das habe ich dann gemacht und dabei hat sich das dann raus gestellt, dass es eine MS ist, dass das auch nicht der erste Schub war, ich hatte das schon sehr viel länger und ja, so ist das gewesen am Anfang. Das war im Grunde genommen tatsächlich auch etwas eine Erleichterung, weil ich habe damals bei einem großen Motorenhersteller gearbeitet, im Europavertrieb und wir haben immer so regelmäßig auch noch mal so Englischschulungen gehabt. Da haben wir einfach mitgemacht und da war das auch so, ich habe da drin gesessen und ich konnte mir nichts mehr merken. Und das war ganz komisch oder ich hatte vergessen was ich kurz vorher gemacht habe. Es waren ganz, ganz viele Sachen die sehr, sehr merkwürdig waren. Ich konnte es einfach nicht erklären und habe es tatsächlich auf, einfach eine generelle Müdigkeit geschoben, einfach ausgebrannt sein und war tatsächlich auch in einer Ecke meines Kopfes erleichtert, dass ich weiß das da was ist.

Ja das es einfach einen Grund gibt, weil ich bin tatsächlich auch ein sehr pragmatischer Mensch und ich sage immer wenn irgendwas ist, es hat eine Ursache und ich kann mit so Sachen, mit so diffusen Sachen wenig anfangen, weil wenn ich jemandem sage ich bin müde, dann sind das, zwei Drittel der Leute sind auch immer müde und das ist nichts was man greifen kann."

Thema: MS Diagnose

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