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Einschränkungen und Anpassungen

Stefan Neukirch, 54 Jahre alt

MS-Diagnose seit 1993

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Herr Neukirch ließ sein Auto für seinen Rollstuhl umbauen.

"Ich hatte dann auch, wie gesagt, 1999 meinen ersten Autoumbau, behindertengerechten Autoumbau, damit mein Rollstuhl mit einer Verladehilfe von EDAG im Fahrzeug eben eingehängt und automatisch auf Knopfdruck an den Rücksitz oder hinter den Fahrersitz verstaut werden konnte. Und umgekehrt, wenn man dann das Ziel erreicht hat, auf Knopfdruck kam der Rollstuhl wieder an die Fahrertür. Und man konnte dann vom Fahrzeug umsetzen auf den Rollstuhl. Das war im Jahr 1999. Im Jahr 2006 konnte ich dann irgendwann einfach, hatte ich nicht mehr die Kraft, die Beine selber ins Fahrzeug rein zu heben. Das heißt, ich brauchte irgendeine Lösung, wie ich im Rollstuhl sitzend in das Fahrzeug gelangt bin. Und deshalb habe ich einen Fahrzeugumbau beantragt und dann auch von dem Kostenträger Deutsche Rentenversicherung bewilligt bekommen, dass ein Fahrzeug, bei mir war es ein KIA Carnival, etwa bauähnlich wie der Chrysler Voyager, wo man dann auf Knopfdruck eine Rampe am Fahrzeug ausfahren lassen konnte. Also auf der Beifahrerseite kam eine Rampe raus und ich konnte dann im Rollstuhl hinter das Lenkrad fahren. Und auf Knopfdruck wurde die Rampe eben wieder verstaut im Fahrzeug und die Tür geschlossen automatisch.

Und ich habe dann mit den Händen gesteuert. Das heißt, das war eine elektronische Fahrzeug-Fahrhilfe, nenne ich es mal. Das heißt, das war zum einen elektronisches Gas-Brems-System. Und zum zweiten war es ein elektronisches Lenksystem. Das heißt, es wurde einfach ein Saugmotor an die Lenksäule vom Fahrzeug gebaut und über einen Drehimpulsgeber kann dann, werden die Drehimpulse durch einen Computer umgewandelt auf den Motor, der an der Lenksäule sitzt. Und jede Drehbewegung am Mini-Lenkrad, elektronischen Lenkrad, wurde dann in eine Drehbewegung an der Lenksäule, sprich an der Lenkung übertragen. Das erste System war … Genau, dieses Umbau-System damals war von der Firma Paravan, dem Space-Drive I. Und mittlerweile, im Jahr 2016, also eigentlich zehn Jahre später, habe ich dann einen zweiten Fahrzeugumbau beantragt und bewilligt bekommen, ebenfalls wiederum von der Firma Paravan in Pfronstetten-Eichenau durchgeführt. Das zweite Mal war dann der Umbau an einem VW-Bus. Das Erste war ein KIA Carnival und das Zweite war ein VW-Bus.

Auch dieses wurde von der Deutschen Rentenversicherung bezahlt. Das heißt, das Grundfahrzeug, sprich den VW-Bus, musste ich selber kaufen. Aber die Umbaukosten, die wurden dann vom Kostenträger Deutsche Rentenversicherung bezahlt. Theoretisch gäbe es auch eine Möglichkeit, von dem Kostenträger einen Zuschuss für das Grundfahrzeug zu erhalten, aber die Einkommensgrenzen, die dafür gelten, sind derart weit unten und nach meiner Einschätzung so knapp über Hartz-IV-Niveau. Also kam es zumindest für meine Fälle nicht in Betracht."

Thema: Einschränkungen und Anpassungen

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