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Meditation

Franziska Krahl, 36 Jahre alt

MS-Diagnose seit 2001

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Für Frau Krahl war die Meditation unter anderem wichtig, um mit der MS umzugehen. Sie beschrieb den Ablauf ihrer MBSR-Sitzungen.

"Das ist eine Abkürzung für Mindfulness Based Stress Reduction, auf Deutsch Achtsamkeitslehre, glaube ich und das wurde entwickelt von dem Jon Kabat-Zinn. Das ist ein Amerikaner, ich glaube, aus Boston oder so, aus den USA auf jeden Fall. Ursprünglich entwickelt ist das, glaube ich, tatsächlich für Menschen mit chronischen Erkrankungen, unheilbaren Erkrankungen, die eben lernen müssen, mit Symptomen dauerhaft zu leben und Symptome auszuhalten letztendlich. Und was wir in diesem Kurs gemacht haben, war … es ging los mit dem Bodyscan, was so eine angeleitete Reise durch den Körper ist, kann man sagen. Es geht eigentlich darum, die einzelnen Körperteile nach und nach zu spüren und eben Kontakt aufzunehmen mit den einzelnen Teilen. Im weiteren Verlauf haben wir dann angefangen, auch zu meditieren. Das ging dann erst los mit einer 15-minütigen Meditation glaube ich, und hat sich dann gesteigert bis, ich glaub, 40 Minuten. Und da konnte dann jeder letztendlich natürlich entscheidet, wie er oder sie das fortführt, also ob man wirklich jeden Tag eine halbe Stunde da sitzt oder nur zehn Minuten. Ich habe das wirklich über ein, zwei Jahre extrem regelmäßig gemacht. Also wirklich jeden Tag gesessen und meditiert und ja, es war eigentlich … in dem Kurs ist noch mehr passiert, da war noch alles Mögliche dabei, da waren viele Leute, ich weiß nicht, wie viele da waren, vielleicht acht oder so. Und da ging es dann auch so um Gedankenreisen oder irgendwelche Aufgaben, die man dann zusammen gemacht hat und so weiter, aber hauptsächlich eben auch darum, dass man zusammen meditiert.

Ich habe vor vielen Jahren mal so einen MBSR-Kurs gemacht und habe darüber angefangen, zu meditieren und auch so etwas zu machen wie Bodyscan und so etwas. Das war damals ein Teil von diesem Kurs und damit habe ich auch sehr sehr gute Erfahrungen. Das hilft mir wirklich sehr, eigentlich bis heute, auch wenn ich das im Moment mit Kind und Arbeiten und so weiter überhaupt nicht schaffe, mich hinzusetzen und zu meditieren, ist es doch etwas, das bei einem bleibt. Wenn man das einmal eine Weile gemacht … oder zumindest bei mir ist es so, dass … ich habe es eine Weile gemacht und habe da bestimmte Sachen einfach irgendwie für mich … Habe da bestimmte Sachen über mich erfahren, sage ich jetzt mal, und die helfen mir bis heute. Darin eben, damit umzugehen, wenn Symptome auftreten, wenn ich das Gefühl habe, okay, da kribbelt jetzt etwas oder das fühlt sich nicht ganz so an, wie es soll oder …also, die Meditation hat mir sehr geholfen, im Alltag damit umzugehen tatsächlich, nicht direkt in Panik zu geraten, das erst einmal wahrzunehmen, den Körper irgendwie zu spüren oder zu versuchen, zu spüren. Die Stelle einfach, wo auch immer sie ist und die Art des Symptoms erst einmal wirklich zu bemerken. Also so würde ich das glaube ich beschreiben. Da hat mir wirklich diese Meditation oder dieses MBSR extrem geholfen. Das ist eine sehr wertvolle Erfahrung auf jeden Fall gewesen."

Thema: Entspannungsverfahren

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