Fallschirmspringen
Frank Großer, 51 Jahre alt
MS-Diagnose seit 1986
Frank Großer beschrieb die Erfahrung des Fallschirmspringens als ein pures Glücksgefühl.
"Aber die haben mir zum 50. Geburtstag, das war letztes Jahr, haben mir die einen Fallschirmsprung geschenkt. Weil ich zu meinem Sohn aus erster Ehe gesagt habe, weil er gefragt hat, du Vater was möchtest du zu deinem 50.? Ich habe gesagt, ich habe alles. Mir fehlt gar nichts. Ihr braucht mit nichts schenken.
Ja, und was möchtest du denn nochmal machen und so? Und dann habe ich irgendwann mal gesagt, mey, so gleiten so, Gleitschirmfliegen oder Drachenfliegen oder so was, das tät mir schon gut gefallen. Also so schwerelos einfach. Du brauchst die Beine nicht. Das kommt immer wieder dazu. Du brauchst deine Beine nicht und bist dann einfach unterwegs und gleitest durch die Luft. Ja, und dann hat sich das ergeben mit diesem Fallschirmsprung. Und das war natürlich ein geiles Erlebnis. Super. Schwerelos. Einfach nur dahingleiten dann, dem Boden entgegen. Und das war dann auch so ein richtiges Glücksgefühl. Weil meine Frau hat gesagt, wenn wir gelandet sind, dann hat man ja auch noch wieder 50 Meter gehen müssen bis zu der Stelle, wo man dann die ganzen Anzüge wieder abgibt. Sie hat gesagt, du hast gestrahlt über das ganze Gesicht und du bist ja ganz normal gelaufen. So gut wie ganz normal, fast ganz normal gelaufen. Da hätte man jetzt als Außenstehender nicht bemerkt, dass du irgendwie Einschränkungen hast. Weil es hat einfach guttun. Und das war so ein Glücksgefühl und dann hat man das dann machen können."
Thema: Bewegung und Sport