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MOTOmed

Marina Neuser, 53 Jahre alt

MS-Diagnose seit 1999

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Das MOTOmed nutzte Marina Neuser häufig von Zuhause und beschrieb im Interview, dass es auch gerade mit Spastiken gut durchführbar sei.

"Ja, also was ich lange habe und vor allen Dingen auch zu Hause habe, das ist ein MOTOmed. Als es schlimmer wurde mit der Spastik, da war eben auch die Frage, was kann man tun neben Krankengymnastik und Medikamenten? Und ich habe ganz normal – das ist bei mir vor allen Dingen der rechte Oberschenkel – ich habe ganz normal eben erst mal versucht, das zu dehnen, dass der Schmerz aufhört und immer so und hier und da. Aber das war nicht gut genug und hat nicht genug geholfen und habe dann eben geguckt und es gibt dieses MOTOmed oder von anderen Herstellern mit anderen Namen, das ist ein Fahrrad, bei dem man sich dahinter setzen, also mit dem Rollstuhl dahinter fahren kann oder mit einem normalen Stuhl sich dahinter setzt. Es sind für die Füße so Schalen, die man da reinstellen kann und dann kann man mit Klettverschluss das Bein festhalten, dass man nicht jetzt groß den Oberschenkel anspannen muss, damit das nicht wegfällt, sondern locker in der Schale das Bein hat und dann kann man vorwärts oder rückwärts fahren. Und mit meinen Krankengymnasten sage ich dann auch immer: „Da die Muskelgruppe oder das Bein und das ist besonders immer unter Spannung oder schmerzt oder so.“ Und dann kriege ich Hinweise, wie ich das benutzen kann.

Das war nicht ganz einfach, das von der Krankenkasse zu bekommen, aber so ein halbes Jahr lange habe ich das versucht und Briefe geschrieben und dann habe ich mich an einen Sozialverband, an den VDK gewandt und die haben das Verfahren dann auch schriftlich. Nach einem Jahr hatte ich dann schließlich die Anerkennung und das wurde dann relativ schnell nach zwei Wochen oder so auch geliefert. Und das mache ich sechs Tage die Woche ungefähr, dass ich also zehn Minuten vor dem Schlafengehen dann eben auch noch mal Rad fahre, um das zu lockern und vorwärts und rückwärts und ein bisschen Musik an dabei, dass die Zeit schneller herum geht. Das ist auch ganz gut, also ich habe keine einschießenden Spastiken, aber wenn man das hat, dann merkt das Gerät das und hält dann dagegen. Wenn ein Fußballer einen Krampf hat, dann ist ja auch jemand da und hält dagegen, damit das besser wird, und das macht das Gerät dann auch. Und man kann da eben auch an einem Display sehen, ob jetzt ein Bein sich gerade verabschiedet hat und das andere die ganze Arbeit macht, also dass man möglichst rechts und links ausgewogen hat. Man kann bestimmt auch mit, also man kann die Einstellung verändern mit Tempo und Kraft. Das mache ich eigentlich nicht. Ich gucke einfach, dass es gleichmäßig ist, dass beide Beine etwas tun und kann dann auch die Entfernung ablesen, wie weit ich nun gestrampelt bin und das ist eine ganz gute Sache, weil ich es einfach zu Hause habe und bei jedem Wetter und bei jedem Zustand einsetzen kann."

Thema: Bewegung und Sport

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