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MS Diagnose

Stephanie Krohn, 47 Jahre alt

MS-Diagnose seit 2007

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Stephanie Krohn hatte immer wieder diffuse Symptome und hat Ärzte aufgesucht, die ihr aber keine Diagnose geben konnten und ihr das Gefühl vermittelt haben, dass sie sich das Ganze einbildet. Als die Diagnose irgendwann gestellt wurde, empfand sie das als Erleichterung und konnte dadurch auch Therapien in Anspruch nehmen.

"Also ich habe schon viele, viele Jahre vorher Symptome gehabt und habe immer Ärzte aufgesucht und es hieß immer: Nein, das ist keine MS. Also ich hatte Taubheitsgefühle, brennendes Bein zum Beispiel, immer wieder sind Symptome aufgetaucht. Und ich habe immer wieder Neurologen aufgesucht und es hieß immer nein, das wäre keine MS, ich sollte eine Psychotherapie machen. Ich habe studiert, Kinder bekommen, 1998 habe ich das letzte mal eine Neurologen aufgesucht, so muss man es erzählen. Und der hat wieder gesagt, nein, das wäre keine MS, ich hatte damals ein brennendes Bein und das wäre keine MS. Und dann bin ich aus der Praxis raus gegangen und habe gesagt: Okay, jetzt werde ich nicht mehr zum Arzt gehen, weil die sagen sowieso alle, das ist nichts, ich bilde mir das ein. Naja, dann habe ich zwei Kinder bekommen, nach den Schwangerschaften sind keine Schübe aufgetreten, sodass ich gedacht habe, naja, vielleicht bilde ich mir doch das ein. Immer ein Jahr nach der Geburt meiner Kinder kam dann wieder was, also ich hatte dann zum Beispiel taube Arme, also taube Hände und es fingen so Rollengefühle unter den Zehen an, habe mir dann aber gesagt, ich gehe nicht, das ist alles der Stress. Und habe keinen Arzt mehr aufgesucht, also keinen Neurologen mehr aufgesucht, bis 2005 haben wir dann ein Haus gekauft und es war sehr, sehr stressig, wir mussten renovieren, in kürzester Zeit, die beiden kleinen Kinder dazu, und Ende 2006 konnten wir dann in das Haus einziehen, das ging dann alles ganz, ganz schnell und da sind dann die ersten Gangstörungen aufgetreten, ich konnte schlecht gehen, meine Knie sind ständig eingeknickt, und es ist dann über Wochen immer schlimmer geworden, dass ich gesagt habe: Bitte, ich muss zum Neurologen. Und damals hat mir dann keiner mehr geglaubt, selbst der Neurologe hat gesagt: Wenn Sie sich das schon immer eingebildet haben, dann werden Sie sich das immer noch einbilden. Und die Taubheit ist immer mehr aufgestiegen, ich war so verzweifelt, dass ich gesagt habe, okay, ich gehe zum Psychologen, Psychiater wieder, ich lasse mich irgendwo in eine psychosomatische Klinik einweisen, weil die Symptome immer schlimmer geworden sind. Bis der Neurologe dann vier Wochen oder fünf Wochen nach Beginn der Symptome gesagt hat: Okay, jetzt machen wir doch ein MRT und bei dieser Untersuchung sind dann acht Herde im Rückenmark festgestellt worden und der erste Satz von dem Neurologen, es war eine MS… also es ist eine MS und es war schon immer eine MS. Dann hat man die ganzen Narben gesehen. Dann habe ich den ersten Kortisonstoß bekommen, der nichts gebracht hat, den zweiten Kortisonstoß bekommen und es hat sich nichts getan. Ich war dann so verzweifelt, dass ich eben hier in der Klinik, in der MS-Klinik in Berg angerufen habe, um eine Zweitmeinung gebeten habe und dann bin ich hier auf die Tagesklinik verwiesen worden und das war meine Rettung.

Also die Diagnosestellung hat der Neurologe dann eben schon gestellt und aber die Klinik hat es dann bestätigt eben. Und das war dann wirklich meine Rettung, also dann sind die ganzen konservativen Therapien angeboten worden. Ich habe halt hier Halt gefunden, also zum ersten Mal habe ich einem Arzt erzählt, was ich all die Jahre für Symptome hatte. Und der konnte den Symptomen dann einen Namen geben. Das halt vorher nie, nie festgestellt wurde."

Thema: MS Diagnose

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