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Rehabilitationsaufenthalt und seine Auswirkungen

Volker Göring, 56 Jahre alt

MS-Diagnose seit 2002

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Volker empfindet die Rehabilitation wie Urlaub. Dort hat er auch den Austausch mit anderen Betroffenen genossen und gelernt, dass man mit MS nicht gleich im Rollstuhl landet.

"Ja, man durfte ja eigentlich alle zwei Jahre zur Reha in den letzten 15, 16 Jahren. War ich zweimal zur Reha. Ich war einmal kurz nachdem man die MS festgestellt hat, da war ich einmal zur Reha, die für mich dann auch natürlich psychologisch natürlich unheimlich wichtig war. Und dann war ich vor fünf Jahren glaube ich das letzte Mal dann. Und ja, natürlich ist es immer schön, Reha, das ist für mich eigentlich immer so ein bisschen wie ein Urlaub nebenbei. Das ist schon ganz schön.

Ja, man kann sich erstmal austauschen mit Gleichgesinnten. Man hat die verschiedenen Formen der MS dort kennengelernt. Es gab Menschen, mit denen habe ich mich tatsächlich noch morgens zum Joggen getroffen. Es waren andere Kreise da, die natürlich mit dem Rollator oder mit dem Rollstuhl unterwegs waren, also man hat da schonmal kennengelernt, dass MS nicht immer gleich Rollstuhl bedeutet und Pflegebedürftigkeit bedeutet und das ist psychologisch schon mal unheimlich wichtig. Das ist eigentlich so der wichtigste Punkt an sich eigentlich. Und es fängt eigentlich schon damit an, erklärt zu bekommen, dass man überhaupt die Erkrankung bekommt oder dass man sie hat. Also wenn man da so vor den Kopf gestoßen wird und auch so sehr mit so einem Gas. Ich finde, die Art, wie man es einem erklärt, das ist ganz, ganz wichtig. Ja, und das fand ich damalig relativ hart, so vor den Kopf geschossen zu bekommen, was man hat, da habe ich mir dann wirklich einen Kopf gemacht, das hätte man auch im Nachhinein psychologisch wertvoll anders erklären können. Und ich bin dann aber gut im Nachhinein zurechtgekommen, wahrscheinlich weil mein Verlauf so ist, wie er jetzt ist. Und da fühle ich mich natürlich in einer glücklichen Lage, wie viele andere auch. Denn die meisten Patienten können sich ja so bewegen wie ich, der geringere Teil sind die Pflegefälle. Aber der Mensch, wenn die fragen was man hat oder so, dann sagt man, man hat Multiple Sklerose. Und dann sagen sie: Wo ist der Rollstuhl? So nach dem Motto, die haben dann solche Bilder im Kopf, das ist das Problem. Deswegen finde ich das ganz schön, so wie MS-Tag und so weiter, dass man da auch mal erklärt, MS heißt nicht nur das eine. Sondern man kann auch sich weiterhin nach wie vor bewegen, vielleicht mit kleinen Einschränkungen, aber man kann so leben, dass das Leben einfach lebenswert ist, das finde ich Klasse."

Thema: Rehabilitationsaufenthalt und seine Auswirkungen

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