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Rehabilitationsaufenthalt und seine Auswirkungen

Michael Zöllner, 48 Jahre alt

MS-Diagnose seit 1991

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Michael hatte das Gefühl, dass der Rehabilitationsaufenthalt nicht nur bezüglich der Krankheit etwas gebracht hat, sondern auch bezüglich des gesamten Lebensumfelds.

"Also meine erste Reha hatte ich 2009 nach einem Schub. Da hat mir der Neurologe gesagt, „Jetzt kümmerst Du Dich halt mal um eine Reha“, hat den Antrag mit mir zusammen ausgefüllt. Und meine erste Reha war im Grunde hier in Konstanz in der Schmieder-Klinik. Ich war begeistert und hatte im Grunde ganz normales Arbeitsleben und dann im normalen Arbeitsleben diese Reha. Die hat mir nicht nur bezüglich der Krankheit etwas gebracht, sondern auch bezüglich des gesamten Lebensumfelds, also auch mit der Arbeit und die Blickweise auf bestimmte Lebensgeschichten oder auch die Blickweise auf Probleme hat sich deutlich geändert. Und deswegen war die Reha goldrichtig. Und dann im Grunde 2009 die erste und dann im Zweijahresabstand immer weiter, immer weiter, jede zwei Jahre war ich irgendwo auf Reha. Aber meistens im Wechsel im Grunde zwischen Konstanz und Bad Wildbad im Quellenhof, die auch eine MS-Spezial-Klinik sind. Ja und da war ich begeistert. Also ich bin jetzt im Grunde das achte oder neunte Mal auf Reha.

Also bei der ersten Reha war mal ganz wichtig, diese Stressvermeidung zu realisieren, und vor allem auch ins Innere zu übernehmen. Man sagt immer „Stress ist blöd!“ Aber verhindern tut man ihn auch nicht. Und deswegen war das hier in der Reha wirklich eine tolle Einrichtung, dass man diese Stressvermeidungsstrategien gelernt hat und Entspannungstherapien gemacht hat. Also mal was völlig anderes - aus dem Berufsleben raus. Das ist wie Tag und Nacht der Unterschied zum Berufsleben, ja. Und das hat mir im Grunde das Meiste gebracht, ja.

Viele geistige Informationen, die man entweder von den Therapeuten gewonnen hat oder auch von den Mitpatienten, die einem da so ein bisschen Tipps und Strategien vermittelt haben. Und ich glaube, dass das Treffen der Krankheitsgleichen unheimlich viel ausmacht auf der Reha. Das es da Leute gibt, die wissen, wovon man redet. Und ich fand das richtig gut. Also, ob ich jetzt ein bisschen mehr Sport oder weniger Sport mache, ist mir da fast egal. Sondern mir geht es um die Erfahrungen, die man sammelt. Und die ist auf einer Reha gigantisch.

Also das Gequatsche unter den Patienten ist, glaube ich, das wichtigste für mich gewesen. Und der Kontakt zu Gleichgesinnten. Das ist… Ja, man geht ja auch in einen Kegelverein, wenn man Kegeln will. Also geht man auch in eine Reha, wenn man eine Krankheit hat, ja. So sehe ich das."

Thema: Rehabilitationsaufenthalt und seine Auswirkungen

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