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Rehabilitationsaufenthalt und seine Auswirkungen

Karin Günther, 53 Jahre alt

MS-Diagnose seit 2007

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Frau Günther ist davon überzeugt, dass sie ohne die jährliche Rehabilitation nicht mehr arbeiten könnte.

"Dann war schon ein Verdacht auf MS. Und ich kam dann in eine Reha. Ich war dann sechs Wochen hier in der Klinik Schmieder und habe da sechs Wochen Rehabilitation gehabt, wurde wieder aufgebaut. Und meine Gangstörungen haben sich wieder verflüchtigt nach diesen Wochen. Ich habe dann auch wirklich im Rollstuhl gesessen, konnte definitiv über die ganze Zeit nicht mehr laufen. Durch die Therapie und durch das ganze Drumherum hat sich das wieder zurückgebildet.

Und da hatte ich in der Reha sehr viele Erfolge gehabt bei der Physiotherapie und auch bei der Ergotherapie. Das war wirklich sehr gut. Und so bin ich auch wieder fitter geworden. Und die Rehabilitation hat mir also wirklich sehr viel Kraft gegeben und sehr viel Energie, um auch wieder weiter zu arbeiten an mir, und auch mit der MS weiter zu arbeiten. Und ich habe dann im selben Jahr eine zweite Rehabilitation gehabt, weil es ja einen zweiten Schub gab. Waren ähnliche Erfolge, war ich auch im gleichen Haus. Und ich bin auch seit dieser Zeit immer im gleichen Haus zur Rehabilitation. Und zum Glück kann ich das jährlich machen und habe jährlich die Chance von der Rentenversicherung, dass ich es bekomme, und dass ich so mein Arbeitsleben auch wirklich gut hinbekomme. Wenn ich die Rehabilitation im Jahr nicht hätte, bin ich beinahe davon überzeugt, dass ich nicht mehr arbeiten könnte durch die Fatigue, durch dieses Erschöpfungssyndrom, weil ich innerhalb der Rehabilitation mich einfach auch komplett fallen lassen kann, viel Entspannung machen kann, und Kraft tanken kann, und so auch wieder einen Arbeitsjahr quasi durchstehe. Die Rehabilitation in dem Haus ist immer sehr erfolgreich. Die tut mir immer sehr gut mit der Physiotherapie und vor allem mit der Sporttherapie. Ich mache gerne Sport. Ich war auch schon vor der Erkrankung sehr sportlich mit sehr viel Bewegung. Bewegung ist für mich ein großes Thema in meinem Leben gewesen immer. Und deshalb mag ich das auch sehr gerne, das hier auszuführen. Die Teilnahme an allen Sportgruppen ist für mich ganz wichtig und macht mir auch richtig Freude. Das mache ich sehr gerne.

Ja, ich habe da Kleinigkeiten gelernt. Dass ich darauf achte, dass ich immer rechts und links arbeite, nicht nur mit einer Hand, die jetzt vielleicht die stärkere ist, sodass ich auch die schwächere Hand immer wieder einsetze. Und das mache ich genauso auch mit den Beinen. Also das eine Bein ist ein bisschen stärker als das andere, sodass ich auch immer das Gleichgewichtsthema ein bisschen drauf habe. Auch zu Hause, in der Küche zum Beispiel beim Schneiden von Gemüse oder ähnliches, dass ich dieses abwechsele. Das habe ich mir schon richtig angewöhnt. Oder auch beim Zähneputzen, dass ich auch mal rechtes Bein, linkes Bein, einfach ein bisschen abwechsele. Das habe ich in der Reha gelernt mehr oder weniger, und praktiziere das auch. Das sind Kleinigkeiten, die ich aber in den Alltag eingebaut habe."

Thema: Rehabilitationsaufenthalt und seine Auswirkungen

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