Rehabilitationsaufenthalt und seine Auswirkungen
Fabian Möllring, 44 Jahre alt
MS-Diagnose seit 1998
Fabian Möllring beschrieb, wie er die berufliche Rehabilitation empfand und musste feststellen, dass das nichts für ihn war.
"Also das Ding ist, bei einer Reha ist es für mich so, dass man in so einer Art Glashaus sitzt, also diese Gegebenheiten sind für mich nicht alltäglich. Sprich: Ich kann aus meinem Bett heraus und kann gleich zur Anwendung gehen. Das ist nicht mein Alltag und deswegen ist so eine Reha für mich…die sitze ich auf meiner linken Pobacke ab, sage ich mal jetzt ganz plausibel… und das ist nicht das wahre Leben. Das wahre Leben ist für mich frühmorgens aufstehen, das Kind zur Kita bringen – das ist für mich das Anstrengende eben halt. Auch wenn die Kita jetzt nicht mal einen Kilometer entfernt ist, aber dieser Alltag ist für mich tausendmal schwerer als wenn ich bei einer Reha mich ausruhen kann und dann…was weiß ich…irgendwie mich ein bisschen bewege im Schwimmbad oder sowas…das ist für mich nicht so eine große Herausforderung. Es ist eher diese Ruhe, die man auf der Reha hat. Das ist das, was ich daraus wieder ziehe. Dass ich eben diese Ruhe habe. Aber diese Anwendungen sind immer so 20 Minuten…das ist für mich…ich kann auch 20 Minuten auf dem Band, das ist für mich kein Problem. Das Problem ist immer: Was ist danach? Nach dem Band? Wenn das band ausgeht, danach kann ich nicht mehr richtig laufen. Also dann muss ich mich erstmal hinsetzen, damit ich erstmal wieder richtig gucken kann und dass ich meine Beine wieder bewegen kann. Alles bis 20 Minuten, das kann ich perfekt machen. Das ist kein Problem. Und die Anwendungen sind eben halt auch so… Gewichte hier oder eben Mobilität, Bewegung, Ballspiele oder auch Elektro…also dieser Reizstrom…oder Massage vielleicht auch mal. Das sind ebenso diese Anwendungen bei diesen Rehas."
Thema: Rehabilitationsaufenthalt und seine Auswirkungen